Nach Pause: Rosa Donner zurück auf der Welle

39 Tage war das Klagenfurter Segel-Ass, Rosa Donner, im Winter mit dem Segelzirkus unterwegs. „Nach dem Herbsttraining, das im November endete, ging es im Dezember nach Palamos in Spanien zur Internationalen Christmas Regatta. Wir waren von der langen Saison noch ausgepowert, konnten aber trotzdem mit einem Wettfahrtsieg auf den 16. Gesamtplatz von 83 Startern segeln“, erzählt Rosa stolz, um dennoch kritisch anzumerken „Mit unserem Trainer haben wir analysiert und erkannt, dass wir in den einzelnen Wettfahrten zu aggressiv segeln und daran haben wir über den Winter gearbeitet.“ Die weiteren Trainingsstationen waren Valencia, Barcelona, Lissabon und schließlich San Remo. Bei der ersten WM und EM Qualifikationsregatta segelten Rosa und Sebastian Slivon bei der Mixed Wertung auf den ersten Platz. Der Kurs stimmte und dann - Corona-Zwangspause.

Keine Ruhepause

Doch selbst in der Zwangspause arbeitete die Sportlerin hart. Mit Hilfe von Mag. Zsolt Zakarias, Sportwissenschaftler im SSLK, erhöhte Rosa das Kraft- und Ausdauertraining – die wöchentliche Abstimmung in den vergangenen zwei Monaten brachte gute körperliche Fortschritte. Theorie, Wetterkunde und Taktik standen zumindest dreimal die Woche am Programm. Mit den Cracks des Österreichischen Olympiateams tauschte sich die nächste Generation intensiv aus.

In ihrem Element

Und nun darf die Segelhoffnung endlich wieder die Wellen auch in der Praxis bezwingen. Matthias Schmid, Spitzensport-Sportdirektor beim OeSV, setzte alles daran, damit das Jugendnationalteam wieder trainieren kann. Voraussetzung war ein negativer PCR Test. Der erste Schritt Richtung „Normalität“ ist getan – seit einigen Tagen ist das Jugendnationalteam in gemeinsamer Quarantäne und trainiert im Bundesleistungszentrum Neusiedl. Doch die Zukunft ist ungewiss: Derzeit sind die Weltmeisterschaft und Europameisterschaft in den Winter verschoben, wo und wann ist noch offen…

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Autor: Mirela Nowak-Karijasevic , 20.05.2020