Neues Abfall-Logistikcenter des Umweltdienstes Burgenland in Gols

Das moderne Sammelzentrum, das mit einem finanziellen Aufwand von knapp 3 Millionen Euro in der Fläche auf knapp 21.000 m2 mehr als verdoppelt wurde, umfasst 40 MitarbeiterInnen, 8 Müllsammel-Lkw, drei Container-Lkw und zwei Leicht-Lkw.

„So schön ist unser Burgenland! Sorgen wir dafür, dass es so bleibt - gemäß diesem Motto des Umweltdienstes Burgenland ist es unsere Aufgabe, das Burgenland den kommenden Generationen noch schöner zu übergeben, als wir es übernommen haben. Die Burgenländerinnen und Burgenländer, die österreichweit Spitzenreiter bei der Mülltrennung sind, leisten dazu einen wesentlichen Beitrag. Ich bin stolz auf dieses umweltbewusste Verhalten in unserem Heimatland. Der Natur- und Umweltschutz ist aber auch dem UDB und dem BMV ein Anliegen, denn unsere landesweit tätigen Abfallentsorger bekennen sich dazu, ihre Dienstleistungen mit einer möglichst geringen Umweltauswirkung zu erbringen und die Qualitäts- und Umweltperformance ständig zu verbessern. Insgesamt sind der UDB und der BMV ein Garant dafür, dass es trotz stetig wachsender Aufgaben eine sehr umweltfreundliche, verlässliche, kostengünstige und nachhaltige Entsorgung in unserem Land gibt. Für diese ausgezeichnete Arbeit braucht es aber natürlich auch die entsprechende Infrastruktur. Es freut mich deshalb sehr, dass mit dem neuen Abfall-Logistikcenter hier in Gols eines der modernsten Sammelzentren des Landes entstanden ist“, betonte Landeshauptmann Hans Niessl.

Die Realisierung dieses Sammelzentrums erfolgte durch den im Burgenland ansässigen Generalplaner Woschitz Engineering bei laufendem Betrieb. Abgerissen wurden das Bürogebäude mit Waage, die Werkstatt und das Zwischenlager für gefährliche Abfälle. Sie sind zusammen mit Waschplatz, Haustankstelle, Rundbogenhalle, Lagerboxen und barrierefreien Abwurfstellen in die Container neu errichtet worden. Die neu geschaffenen Manipulations- und Verkehrsflächen verfügen über ein System zur Schmutzwasserableitung. Die Garderoben für die 40-köpfige Mannschaft entsprechen den modernsten Standards und sind in Sauber- und Schmutzgarderobe getrennt. Die gesamte Energietechnik zur Versorgung des Bürogebäudes wurde ebenfalls nach den neuesten Standards errichtet: Beheizt werden die 390 m2 Nutzfläche mit einer Luftwasserwärmepumpe gekoppelt mit kontrollierter Gebäudelüftung und Wärmerückgewinnung. Der Strom dafür wird selbst erzeugt und kommt vom Dach der Umladehalle - konkret über eine Photovoltaikanlage mit einer Kapazität, die inzwischen auf eine Leistung von 50 kWp erweitert wurde.

„Im Burgenland hat sich im Natur- und Umweltschutz - wie in etlichen anderen Bereichen - vieles zum Positiven verändert. Auch der Umweltdienst hat als Vorzeigeunternehmen mit seinem landesweiten Entsorgungskonzept maßgeblich dazu beigetragen, dass wir uns zielorientiert zu einem Musterland entwickeln konnten. Infrastrukturprojekte, wie hier in Gols, sorgen gemeinsam mit einer offensiven Informationspolitik aber auch dafür, dass es ohne großen Aufwand möglich ist, unseren Abfall einer umweltgerechten Entsorgung bzw. einem ressourcenschonenden Recycling zuzuführen, denn nur dann, wenn Abfälle und Altstoffe ordnungsgemäß eingesammelt oder über die Abfallsammelstellen der burgenländischen Gemeinden erfasst werden, sind die ökologische Wiederverwertung und die umweltgerechte Entsorgung gesichert“, erklärte dazu Natur- und Umweltschutzlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf.

Insgesamt wurden knapp 3 Millionen Euro in den Standort Gols investiert. Davon hat auch der Wirtschaftsstandort Burgenland, die regional ansässigen Unternehmen, profitiert, denn nach dem Motto ‚Wir bauen burgenländisch‘, wurde der größtmögliche Anteil des erforderlichen Arbeitsaufwandes von heimischen Firmen getätigt. Wertschöpfung, Arbeit und Geld sind somit im Land geblieben. Mit diesem Neubau hat sich die Umweltdienst Burgenland GmbH auf den letzten Stand der Technik gebracht und für die Herausforderungen der abfallwirtschaftlichen Zukunft gerüstet. Das betrifft die rasche Umladung und saubere Sortierung von Metall, Holz, Bauschutt, Verpackungen, thermisch verwertbaren Fraktionen, etc. „Wir haben mit der Realisierung dieses Bauvorhabens die Platzprobleme am Standort gelöst und entsprechen mit der Ausstattung den heutigen Anforderungen an sortenreine Wert- und Rohstoffe. Dieses Projekt ist eine wichtige Investition in die Zukunft einer technisch und wirtschaftlich entsprechenden Abfallwirtschaft“, so die beiden UDB-Geschäftsführer DI Franz Alexander Predl und Ing. DI Rudolf Haider. Deshalb habe man sich mit Unterstützung der Gemeinde Gols zur großzügigen Erweiterung entschlossen.

Autor: Manfred Vasik, 03.10.2017