Mamas sind die wahren Helden

Ob jung oder alt, ein Kind oder fünf, Alleinerzieherin oder Managerin einer Großfamilie: Auf den Schultern unserer Mütter lastet jede Menge Verantwortung. Gerade zu Krisen-Zeiten wird das deutlich sichtbar. Und damit ist nicht nur Corona gemeint. Wie viele kleine und große Wehwehchen, Liebeskummer oder Umzüge hat man schon gemeinsam überstanden? Das Lieblingsessen beim Besuch zuhause serviert bekommen oder Geld zugesteckt, falls man mit dem Studentenbudget mal wieder nicht über die Runden gekommen ist …

Power Mom. Auch Gabi Lechner kann ein Lied davon singen. Die Mutter zweier erwachsener Kinder ist Vizepräsidentin der WKO Steiermark und betreibt ihre eigene Werbeagentur. Beim Gedanken an ihren schönsten Muttertag muss sie nicht lange überlegen: „Der war letztes Jahr. Normalerweise ist es nämlich immer so, dass ich unsere Mütter und die Kinder zu mir einlade und dann alle bekoche. Letztes Jahr haben die Kinder mich aber mit einem wunderschönen Essen im Aiola am Schlossberg überrascht. Anschließend sind wir dann noch durch die Stadt spaziert und haben ein Eis gegessen“, schmunzelt sie und freut sich über das gelungene Dankeschön.

Starkes Team. Anita Frauwallner, Gründerin und Geschäftsführerin von OMNi-BiOTiC® wird beim Gedanken an einen speziellen Muttertag ebenfalls ganz warm ums Herz: „Mein Mann hat meinen damals 4-jährige Sohn dabei gefilmt, wie er den Tisch mit selbstgepflückten Wiesenblumen schmückte und dabei ausführlich erzählte, warum er seine Mutti lieb hat – diese Szenen sind bis heute fest in meinem Herzen verankert!“ Mittlerweile ist Sohn Bernd erwachsen und selbst Teil des Familienbetriebs. „Am heurigen Muttertag freue ich mich gerade nach den letzten Wochen besonders darauf, welche Überraschung sich mein Sohn für mich ausgedacht hat“, lacht die Unternehmerin.

Mitten drin. Dass es nicht immer einen Feiertag braucht, um sich darüber bewusst zu werden was es heißt Mutter zu sein, davon ist Schauspielerin Sigrid Spörk überzeugt. „Ich persönlich bin ja kein großer Fan von diesen vermeintlichen ‚Feiertagen‘“, verrät sie, „denn Mama bin ich seit der Geburt meines Sohnes jeden Tag. Trotzdem werde ich diesen Augenblick nicht vergessen, wo Theo sein erstes Muttertagsgedicht vorgetragen hat – ohne Reim, ohne Sinn, aber herzerwärmend schön mit einer Prise Tränenerguss meinerseits.“ Dieses Jahr wird es bei ihr, wie bei vielen anderen Familien wohl auch, ruhiger zugehen. „Ich glaube, Mama zu sein ist gerade jetzt eine große Challenge“, so Spörk. Doch was hilft? Gabi Lechner weiß Rat: „Wenn gar nichts mehr geht, die Kinder dem Partner übergeben und mindestens eine halbe Stunde das Haus verlassen. Außerdem sollte man nicht zu hohe Ansprüche an sich selber stellen - Dann ist der Haushalt eben mal nicht perfekt. Und ab und zu ein Glässchen Wein schadet bestimmt auch nicht“, lacht sie. Und spricht damit wohl vielen Mamas aus der Seele.​

Author: Elisabeth Stolzer , 09.05.2020