Liebe lässt Gehirne wachsen

Mutterliebe zeigt sich Forschern zufolge auch im Gehirn der Kleinen. Der Hippocampus, wichtige für Gedächtnis, Emotionen und Stressbewältigung, ist bei Schulkindern größer, wenn diese als Kleinkind von der Mutter stark unterstützt wurden, belegt eine Studie aus den USA. Knapp 100 Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren wurden verschiedenen Tests unterzogen. Zum Beispiel bekamen die Probanden ein bunt verpacktes Geschenk, das erst nach einer Wartezeit von acht Minuten geöffnet werden durfte. Neben den Reaktionen der Kinder bewerteten die Forscher mit einem Punktesystem auch die Hilfe, Zuwendung und Unterstützung durch die Mutter bei dieser Wartezeit.

Mehr Unterstützung, mehr Gehirn

Drei Jahre später wurde bei allen Kindern im Magnetresonanz-Tomografen die Größe des Hippocampus im Gehirn gemessen. Dabei zeigte sich, dass die Kinder, deren Mütter sie in der ersten Untersuchung stark förderten und sich sehr um sie kümmerten, einen um bis zu 10 Prozent größeren Hippocampus hatten als diejenigen, die keine so starke Unterstützung durch ihre Erziehungsperson erhielten. Also, Mütter, Väter und alle anderen Bezugspersonen: Unterstützt eure Kinder!

Autor: Andrea Burchhart , 07.07.2020