Krönung fürs Kaisertal

Der ORF ist mit seiner Show „9 Plätze – 9 Schätze“ in ganz Österreich wieder auf die Suche nach ganz besonderen Naturjuwelen gegangen. Nun stehen die Gewinner aller neun Bundesländer fest, die am Nationalfeiertag fürs Finale an den Start gehen. Und da muss sich das Kaisertal gegen die Sieger aus den anderen Bundesländern behaupten.

Die Chancen stehen gut, denn dieses Tal, eingebettet zwischen den majestätischen Gebirgszügen des Zahmen und des Wilden Kaisers ist wahrlich ein einzigartiger Schatz, der bis zum Jahr 2008 durch eine steile Felswand völlig von der Außenwelt abgeschnitten war. Um zu ihren Häusern zu gelangen, mussten die Bewohner an die 300 Stufen, den sogenannten „Kaiseraufstieg“ bezwingen. Wenn größere Transporte notwendig waren, wurden diese mit einer Materialseilbahn nach oben gebracht. Vor einigen Jahren entschloss man sich zu dem Schritt, eine Straße und den 800 Meter langen Anna-Tunnel zu bauen – beides darf aber nur von den rund 35 „Koaserern“, für die Forstwirtschaft und Rettungsdiensten benutzt werden. Ob die Einheimischen dafür in die 300 Jahre alte Antoniuskapelle beten gehen, bleibt ihr Geheimnis. Das Dorfkircherl mit dem Namen des beliebten Heiligen, der als Wunderbringer für verlorene Sachen bekannt ist, wird auf alle Fälle gerne aufgesucht, wenn man was verlegt hat.

Blumige Besonderheit

Was einem bei einem Besuch im Kaisertal sonst noch blüht? Diese Region ist ein wahres Paradies für Liebhaber von heimischen Orchideenarten und beheimatet zudem ein ganz besondere Tierart – den smaragdgrünen Regenwurm. Geht man den menschlichen Spuren im Kaisergebirge nach, findet man in der Kaiserbachklamm die ältesten nachgewiesenen Besiedelungsfundstellen im Alpenraum.

Zurück in der Gegenwart herrscht große Freude beim TVB-Geschäftsführer Stefan Pühringer vom Ferienland Kufstein: „"Schätze soll man ja bekanntlich schützen und wertschätzen. Damit unser Kaisertal ein besonderer Platz zum Wohlfühlen und Kraft tanken bleibt, liegt es uns am Herzen, unsere Gäste und Einheimischen mit unseren umweltpädagogischen Programmen darauf zu sensibilisieren. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Kaisertal bei der großen ORF-Show am 26. Oktober 2016 so prominent präsentiert werden. Da werden viele Emotionen mittransportiert, die nicht nur für das Kaisertal, sondern auch für das gesamte Kufsteinerland als zugänglichster alpiner Lebensraum sprechen."

Und auch Tirol Werbung Chef Josef Margreiter, dessen Team die Auswahl für das ORF-Voting getroffen hat, ist hoch erfreut über das Ergebnis: „"Die Schönheit und Dimension des Naturschutzgebiet Kaisertals ist vielen Menschen gar nicht bekannt, aber es gibt wohl kaum jemanden, der bei einem Besuch der zwischen Zahmer und Wilder Kaiser liegenden Gebirgslandschaft nicht überwältigt ist. Dank Kaiserlift und der fünftägigen Kaiserkrone-Wanderung lassen sich die faszinierende Dimension, Ursprünglichkeit und Pracht dieses Naturjuwels zwischen Kufstein und St. Johann jetzt noch eindrucksvoller erleben. Für mich hätte es durchaus das Potenzial zum Weltkulturerbe, aber zuvor gilt es, dem Kaisertal die Daumen für die Wahl zum schönsten Platz Österreichs zu drücken!"

Der schönste Fleck auf der Welt

Doch für den Tirolwerber ist nicht nur das Kaisertal ein besonderes Kleinod. Er ist nicht nur berufsbedingt ein wahrer Tirolfan und verrät uns seine persönlichen Lieblingsplätze: „ Von all den herrlichen Flecken auf dieser Welt ist unser Land für mich eindeutig der mit Abstand schönste. Hier wiederum eine Rangliste der schönsten Plätze Tirols zu nominieren, ist unmöglich. Aber ich kann gerne persönliche Herbst-Tipps geben: zum Beispiel das Zedlacher Paradies in Osttirol mit seinen 500 Jahre alten Lärchen, die sich im Herbst goldgelb färben. Nicht zuletzt deswegen und aufgrund seiner märchenhaften Anmutung ist das wohl der schönste Lärchenbestand der Ostalpen. Die Pfundser Tschey im Oberland - allein schon der Name klingt doch herrlich?! Und dazu die unzähligen winzigen, wie von Zauberhand in die Landschaft gestreuten Stadel, deren dunkel verwittertes Holz einen malerischen Kontrast zu den herbstlichen Wiesen bildet. Oder die berühmten Ahornböden im Karwendel. Sie wurden zu Recht bereits vor bald 100 Jahren zum Naturdenkmal erklärt. Wobei der Kleine dem Großen um nichts nachsteht - die Aura der 2.500 Bergahorne, deren Laub sich in allen Schattierungen von Gelb über Gold bis Rot färbt, ist wirklich magisch."

Und an einem hoffentlich wunderschönen Herbsttag geht am 26. Oktober, um 20.15 Uhr in ORF 2 die Wahl zum schönsten Platz Österreichs über die Bühne. Wer dem Kaisertal seine Stimme geben will, kann unter der Telefonnummer (0,50 Cent pro Anruf/Sms), die während der Show bekannt gegeben wird, mitvoten.

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Autor: Conny Pipal, 21.10.2016