Kommentar: Sommerfrische in Niederösterreich, mehr als ein Märchen

​Weite Teile Niederösterreichs gleichen einer schlafenden Prinzessin, die darauf wartet, vom Prinzen in Urlaubergestalt wachgeküsst zu werden. Und das, obwohl sich die Österreicher seit einigen Jahren neu in ihr eigenes Land verlieben. Die Zahlenkurve der Inlandstouristen kennt nur einen Weg: nach oben. Corona ist ein enormer Katalysator für diese Entwicklung. Niederösterreich muss jetzt aufpassen, sich im Rennen um den Gast nicht (noch) weiter abhängen zu lässen. Eine neue Kampagne des NÖ Tourismus klingt da vielversprechend: „Einfach erfrischend“ heißt der Claim, dafür schon mal Daumen hoch. Wer denkt da nicht sofort an die gute alte, wiederentdeckte Sommerfrische! Sich erholen, ein bissl wandern, ein wenig Bootfahren, sich abends etwas Gutes zum Essen und Trinken gönnen.

Individuelle Unterkünfte

Und es gibt sie ja – Gegenden in NÖ, die für diese Art von Urlaub prädestiniert wären: Lunz am See, das Schneebergland, die Region um den Ötscher. Nur fehlt es leider an attraktiven, zeitgemäßen Unterkünften. Kleine charmante Boutiquehotels, Hotels mit einem vernünftigem Wellnessangebot, individuelle Häuser mit besonderer Handschrift. Das Waldviertel hat sich dem Gesundheitstourismus verschrieben, das Weinviertel dem Genuss. Hier gibt es auch ein entsprechendes Angebot. Für die Sommerfrische in Niederösterreich braucht es dieses noch.

Autor: Andrea Schröder , 28.06.2020