Klappe zu - Mund auf! Was Kinder bewegt

„Es fühlt sich schön an, man freut sich und ist dann ein Leben lang zusammen...“, so beschreibt die achtjährige Vita Ellersdorfer die Liebe. Und Karate klingt ungefähr so aus dem Mund der Volksschülerin: „Man schlägt sich mit den Füßen oder so...Und sie schreien immer so hu, ha... Das gab’s früher bei den Chinesen oder so.“ Solche lustigen Antworten bekommen die Journalistin Regina Schwarzfurtner und der Foto- und Videoproduzent Günter Jagoutz, wenn sie auf Tour durch die heimischen Volksschulen sind und die Kleinen zu großen Stars machen. Aber auch Antworten, die zum Nachdenken anregen. Mit ihrem einzigartigen Projekt „zwergalan.at“ wollen die beiden Kärntner Medienexperten „Kindern eine Stimme geben“.

Zum Nachdenken

Angelehnt an die legendäre TV-Sendung „Dingsda“, werden Volksschulkinder vor die Kamera geholt und zu verschiedensten Alltagsthemen befragt. „Die Antworten sind nicht nur schön und lustig, sondern regen auch zum Nachdenken an“, so das Klagenfurter Duo. Denn angeschnitten werden auch ernste Themen wie die Flüchtlingsdiskussion beispielsweise, auf kindlichem Niveau selbstverständlich. „Aber wir legen den Kindern nichts in den Mund, sie steuern den Verlauf zum Großteil selbst und erzählen, was sie gerade beschäftigt“, versichert die zweifache Mama, die aus eigener Erfahrung weiß, dass Kinder „frei von der Leber“ ihre Meinung kund tun – und das auch gut so ist.

Bleibende Erinnerung

Das Ergebnis: Eine hoch professionell gestaltete, bleibende Erinnerung. „Uns ist schon klar, dass heutzutage jeder mit dem Smartphone das eine oder andere Hoppala seines Nachwuchses aufnehmen kann. Aber wir bieten einen aufwendig gestalteten Film. Das hat schon was“, betont Schwarzfurtner und erklärt das Prozedere: „Schulen können sich, natürlich nach Absprache mit den Eltern, bei uns anmelden. Wir kommen dann mit dem mobilen Filmstudio inklusive vier Kameras vorbei. Mit jedem Kind wird ein Vorgespräch geführt, um ein Gefühl für die Themenbereiche zu bekommen, mit denen es sich beschäftigt. Und danach wird in Zweier-Gruppen gefilmt.“ Um 75 Euro können die Eltern den Film anschließend käuflich erwerben. Großen Beifall zollte Rudolf Altersberger, Präsident des Landesschulrates für Kärnten, dem Projekt und sagte ohne zu zögern seine Unterstützung zu.

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Autor: Mirela Nowak-Karijasevic, 05.01.2016