Zeugnistag für Kärntner Seen

Notenvergabe für die heimischen Seen. Landesrat Rolf Holub präsentierte den 30. Seenbericht: „Auch in diesem Jahr ist die Wasserqualität der Kärntner Seen durchgehend sehr hoch.“ Besonders die großen Seen wie der Weißensee, der Millstätter See, der Klopeiner See, der Faaker See und der Pressegger See gelten auch heuer wieder als Musterschüler. Der Weißensee beispielsweise ist mit 14 Metern Sichttiefe der transparenteste. Aber auch die kleinen Seen wie der St. Johanner Badesee, der Forstsee oder der Vassacher See brillieren. Von den 42 getesteten Seen wurden allerdings 28 als nährstoffarm eingestuft.

Appell an Fischer

Die hohe Wasserqualität freut alle, doch Thomas Friedel, Amtssachverständiger für Fischerei und Gewässerökologie, verweist auf die Problematik der nicht weidgerechten Anfütterung der Fische: „Durch Lockfuttermittel wie Boilies und Pop-ups werden den Gewässern Nährstoffe und chemische Substanzen zugeführt. Das ist ökologisch vor allem an den kleineren Seen nicht förderlich.“ Einige Seen haben in den vergangenen Jahren bereits zu einem ungewöhnlich frühen Zeitpunkt Sauerstoffschwund und Schwefelwasserstoff in der Tiefe entwickelt. Dies sei ein Hinweis auf eine externe Nährstoffbelastung. Als Nährstoffquelle kommen auch die sehr nährstoffreichen Fischfuttermittel in Frage.

 Holub richtete daher den Appell an die Fischer, auf Lockfuttermittel zu verzichten und stärker auf Naturfutter zu setzen.

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Autor: Mirela Nowak-Karijasevic, 15.07.2016