Starke Nachfrage: Zaus in Kärnten

Der von der Wirtschaftskammer gemeinsam mit ZT datenforum eGen jährlich erhobene Immobilienpreisspiegel ist heuer bereits zum 29. Mal erschienen. Dabei handelt es sich um Kaufpreiseinschätzungen beziehungsweise Durchschnittswerte, die basierend auf Mitgliederbefragungen innerhalb der WKK erhoben werden. Diese Zahlen werden ergänzt um Daten, die aus Grundbucheintragungen hervorgehen.

Zahlen

„Im aktuellen Immobilienpreisspiegel lässt sich – wie schon in den vergangenen Jahren – eine stetige Nachfragesituation speziell im Bereich Baugrundstücke für Einfamilienhäuser ablesen. Österreichweit, aber auch besonders in Kärnten, bleibt ein nachhaltiger Trend stabil: Der Wohnwunsch Nr. 1 der Österreicherinnen und Österreicher ist ein Eigenheim. Die Nachfrage nach Immobilien ist ungebremst hoch. Von damit verbundenen Preisspekulationen raten wir ab: Eine tatsächliche marktkonforme und verlässliche wie aussagekräftige Bewertung kann immer nur objektbezogen durch einen zertifizierten Immobilienmakler erfolgen“, betont Paul Perkonig, Fachgruppen-Ausschussmitglied der Wirtschaftskammer Kärnten. Den aktuellen Immobilienpreisspiegel findet man online auf: www.wkimmo.at

Bezirke holen auf

Bei Baugrundstücken fällt österreichweit sowie in Kärnten auf, dass die Nachfrage außerhalb der Ballungsräume vor allem bei den jüngeren Käuferschichten enorm aufgeholt hat und stetig wächst. Das liegt nicht nur an den günstigeren Preisen, sondern auch an der flexiblen Arbeitsplatzsituation, die oft nicht mehr an nur einen Ort gebunden ist, sondern längst auch Home-Offices erlaubt. Weiteres Plus ist die positive Entwicklung bei der Breitbandversorgung. Denn schnelles Internet ermöglicht auch in den Außenregionen eine flexible Kommunikation. Tägliches Pendeln erübrigt sich damit in vielen Fällen.

Kärnten mag das

Welche Punkte den Kärntnern bei Wohnimmobilien wichtig sind, weiß Immobilienmaklerin Katharina Krenn aus Klagenfurt: „Bemerkbar ist ein steigender ästhetischer Anspruch an Wohnimmobilien. Zu den nach wie vor wichtigen Kriterien wie Lage, Ausrichtung, Kosten usw. kommt das gesamte Erscheinungsbild einer Immobilie dazu. Das Zusammenspiel der Materialien und raumspezifischen Besonderheiten rückt dabei in den Vordergrund.“ Interessante Details: „Flexible Raumgestaltung und -nutzung ist und bleibt ein wichtiges Thema. Co-Living – also Gemeinschaftswohnungen mit guter Infrastruktur – ist speziell für die ältere Generation ein Thema. Außerdem: Das Badezimmer befindet sich im Wandel. Von der Nasszelle zum Wellnessraum mit Wohncharakter“, so Krenn. Anlegerwohnungen seien etwa als Pensionsvorsorge oder Übergangswohnungen für Kids nach wie vor hoch im Kurs. „Die klassische 1-2-Zimmer-Wohnung bis circa 40 Quadratmeter gilt immer noch als Favorit“, so die Immobilien-Expertin.

Immobilienpreise

Wohnen:

Vergleich 2017/18

  • Baugrundstücke: 86,13 Euro/m2 , + 6,33 %
  • Mietwohnungen: 6,13 Euro/m2 , + 2,22 %
  • Eigentum Erstbezug: 1.939,73 Euro/m2 , + 2,73 %
  • Einfamilienhäuser: 1.294,63 Euro/m2 , + 4,45 %

Gewerbe:

Vergleich 2017/18

  • Büro/Miete: 6,07 Euro/m2 , + 2,82 %
  • Betriebsgrundstücke/Kauf: 56,09 Euro/m2 , + 3,93 %

*Alle Euro-Angaben sind Jahresdurchschnitt.

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Autor: Mirela Nowak-Karijasevic, 18.09.2018