Eis auf Rädern - ein kühles Start-up

Wenn der Eismann drei Mal klingelt...

Das einzige Eisrad Kärntens wurde kürzlich durch die beiden Wahlkärntner Anna und Christian Altenriederer in Betrieb genommen. ‘s Eisradl, wie das auffällige Fahrzeug liebevoll genannt wird, ist ein umgebautes Elektrolastenrad und kommt aus Tirol. Mit bis zu 100 Liter oder 14 Sorten Eis an Board können bis zu 500 Personen verwöhnt werden.

Hauch von Nostalgie

Das Ehepaar hat bewusst der Großstadt den Rücken gekehrt. "Unsere Tochter soll in intakter Natur und Gesellschaft aufwachsen, deshalb haben wir uns für Kärnten entschieden", erzählen die Wahlkärntner. Die Idee mit dem Eisrad bot sich an, mit all den Seen und entsprechend vielen Touristen im Sommer. Etwas erstaunt waren sie über die Reaktionen vieler Kärntnern: "jo – schau, wie früher", werden nostalgische Erinnerungen an italienische Eislieferanten ihrer Jugend wach. “Aber damals gab es nur 2 Sorten!”, hören die Neo-Unternehmer immer wieder.

Handgemachte Köstlichkeit

Mit dem Eisrad wollten sie ein modernes Konzept umsetzen: Klimafreundlich, auf kürzestmöglichem Transportweg ohne Platzverbrauch soll frisches, lokal hergestelltes Eis zum Kunden gebracht werden. "Dass wir gleichzeitig eine alte Tradition wiederbeleben, freut uns umso mehr. Unser Eis kommt übrigens aus den Kärntner Nockbergen. Auf 1.600 Seemetern Höhe wird das Bauernhof-Eis vom Bergbauern eigenhändig hergestellt", sind sie stolz. Garantiert ohne Zusatzstoffe und ohne künstlichen Luftzusatz.

Zu mieten

Serviert wird in der essbaren Tüte oder im kompostierbaren Becher aus Bambuspapier, die Löfferl sind aus Holz, Plastik gibt es nicht. Das Eisrad kann für private Veranstaltungen gemietet werden. Außerdem findet man die g'schmackige Abkühlung am Benediktinermarkt und auf den Wochenmärkten rund um die Seen.

Autor: Mirela Nowak-Karijasevic, 25.06.2019