Businesstalk: SPA-tastisch

Welche Auswirkungen hat das Corona-Virus auf die steirischen Thermen?

Gernot Deutsch: Ganz massive. Denn es bedeutet die größte Krise, die wir im steirischen Thermenland je hatten. Eine von außen kommende, unverschuldete Schließung der Thermen, so etwas hat es bisher noch nie gegeben. Wir betreten hier eine völlig neue Ära.

Was waren für Sie die größten Herausforderungen in den letzten Wochen?

Gernot Deutsch: Das waren mehrere Dinge: Ganz zu Beginn der Krise war es das Annehmen und realisieren, dass es da wirklich dieses Virus gibt. Zuerst haben wir ja gedacht, dass wir für 14 Tage schließen und dann legt sich das wieder. Die zweite schwere Herausforderung war es dann, den Mitarbeitern zu sagen „Wir bleiben jetzt zuhause“. Das ist mir persönlich sehr schwer gefallen, die wirtschaftlichen Folgen hatte ich da noch gar nicht so wirklich im Blick.

Wie hat man sich jetzt auf die Wiedereröffnung vorbereitet?

Gernot Deutsch: Viele Reinigungs- und Renovierungsarbeiten, die bei uns normalerweise im Juli stattfinden, haben wir vorgezogen. Deshalb können wir jetzt den ganzen Sommer für unsere Gäste da sein. Außerdem gibt es Adaptierungen im Liegebereich: Man kann einzelne Bereiche separat mieten. Das bringt nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch besonderen Komfort. Im Quellenhotel haben wir den angrenzenden Wald erschlossen und einen neuen Waldpfad errichtet.

Haben die Gäste denn schon Lust auf Urlaub?

Gernot Deutsch: Ganz gewaltig sogar! Viele Stammgäste haben uns in den letzten Wochen geschrieben, dass sie sich schon wieder auf uns freuen. Das hat mich sehr berührt. Auch die Buchungslage ist überraschend gut. Am Anfang wird natürlich noch etwas weniger los sein, aber dieser Zuspruch macht Mut und schafft auf jeden Fall Motivation für den Neubeginn.

Author: Elisabeth Stolzer , 29.05.2020