Boomer im Homeoffice: Plötzlich funktioniert’s!

Wenn jüngere Mitarbeiter ihren älteren Vorgesetzten zuhörten, mussten sie sich sehr oft wahnsinnig zusammenreißen. Während ihnen die „Boomer“ (s. u.) die digitale Welt erklärten, nickten die Jungen freundlich, während sie sich innerlich vor Schmerzen wanden. Da wurden Begriffe verwechselt („Customer Journey Map, ist das eine Landkarte für Kunden?“) oder neue Marketingmethoden komplett ignoriert („Was heißt da Storytelling, die besten Geschichten erzähle immer noch ich!“). Der Großteil der Menschen unter 35 wusste einfach viel besser Bescheid über alles Digitale als der Großteil der Menschen über 50.

Dann kam Corona.

Auf einmal mussten viele Boomer ins kalte Wasser springen. Die Krise ließ ihnen keine Wahl. Von heute auf morgen war Homeoffice angesagt. Quasi die Stunde der Wahrheit: Mein Laptop und ich, werden wir es schaffen? Jetzt, in der dritten Woche zuhause, können die meisten erleichtert aufatmen. Man probierte Sachen aus (Messaging-Dienste für die interne Kommunikation , Videokonferenz mit Kunden, Bildschirmfreigabe für Kollegen), scheiterte, verzweifelte – und fand dann doch stets eine Lösung. Mehr „Learning by Doing“ war nie! Und so, wie wir in diesen Zeiten den Systemerhaltern applaudieren, sei an dieser Stelle all jenen, meist jüngeren KollegInnen gedankt, die sich in diesem Digitaldings nicht nur auskennen – sondern ihr Wissen auch mehr oder weniger geduldig weitergeben. Danke! Und falls ihr Fragen zu allem anderen habt: Ihr wisst, an wen ihr euch wenden könnt…

Boomer: eher abschätzig für Menschen, die selbst bei größtem Wohlwollen nicht mehr jung sind - auch wenn sie sich natürlich so fühlen!

Autor: Andrea Schröder , 02.04.2020