Awareness-Monat: Kampf dem Brustkrebs!

Im Oktober steht der Brustkrebs im Rampenlicht, weil diese heimtückische Erkrankung bei Frauen die Todesursache Nummer 1 ist. Verschiedene Aktionen und Infokampagnen sollen an die Gefahren erinnern - und auf die Chancen hinweisen, die man hat, wenn der Tumor rechtzeitig entdeckt wird. Doch nicht nur Frauen sind Zielgruppe der Info-Veranstaltungen, auch Männer können an Brustkrebs erkranken. Etwa jeder 50. Betroffene ist männlich.

Vorsorge

Frauen ab 18 Jahren sollten regelmäßig selbst ihre Brust untersuchen und beim kleinsten Verdacht einen Arzt aufsuchen. Gab es in der Familie mehrere Brustkrebs-Fälle, sollten Frauen bereits ab 25 Jahren zu Vorsorgeuntersuchung. Frauen ab 40 Jahren wird empfohlen ein Mal im Jahr eine Mammographie machen zu lassen. Bei dieser Untersuchung können Tumore, die noch nicht tastbar sind, entdeckt werden.

Gute Chancen

Eine Brustkrebs-Diagnose bedeutet heutzutage aber kein Todesurteil. In den meisten Fällen muss die Brust auch nicht amputiert werden. "Gut 90 Prozent der Brustkarzinome können brusterhaltend operiert werden", schildert der Leiter des Brustzentrums Kärnten am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan Prim. Univ.-Prof. Dr. Jörg Tschmelisch, FACS. Das Brustzentrum Kärnten ermöglicht eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit aller an der Diagnostik und Behandlung von Brustkrebs beteiligten Experten aus den Bereichen Chirurgie, Radiologie, Innere Medizin, Anästhesiologie, Pathologie, Strahlentherapie, „Breast Care Nurses“ – speziell ausgebildeten Krankenschwestern –, dem psychologischen Dienst und der Seelsorge. Mehr als 1.300 Patienten mit Brustkrebs wurden seit dem Aufbau des Brustzentrums behandelt.

Warnsignale

Es gibt Veränderungen der Brust, die harmlose Ursachen haben können oder aber erste Symptome einer Krebserkrankung zeigen. Mehr als drei Viertel aller tastbaren Knoten oder Brusttumoren sind übrigens gutartig. Auftretende Veränderungen der Brust, wie asymmetrische Vergrößerungen, Veränderungen an den Brustwarzen, mit oder ohne Sekretion, Hautrötungen, Einziehungen oder Verdichtungen im Bereich der Brust bedürfen einer sofortigen raschen Abklärung.

Weitere Anlaufstellen für Betroffene sind das Brustgesundheitszentrum am Klinikum Klagenfurt sowie das Brustzentrum am LKH Villach.

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Autor: Mirela Nowak-Karijasevic, 04.10.2018