Altstadt Verband Salzburg: Inga Horny im Gespräch

Weekend: Was kann man sich unter der aktuellen Shopping-Bus-Kampagne vorstellen?

Inga Horny: Kunden, die in der Altstadt einkaufen, erhalten in rund 150 Geschäften ein Rückfahrticket für den Bus geschenkt. Damit möchten wir die Menschen dazu motivieren, öffentliche Verkehrsmittel stärker zu nutzen.

Weekend: Der Sommer steht vor der Türe – was wird in Sachen Events geboten?

Inga Horny: Die Klassiker sind das Kaiviertelfest im Juni und das Linzergassenfest im Juli. Heuer gingen erstmals unsere Fashion Weeks über die Bühne, von denen es 2017 eine zweite Auflage geben wird. Keineswegs versäumen sollte man die Landesausstellung „Salzburg 20.16“ im Salzburg Museum und die Sonderschau „Menschenbilder – Götterwelten. The Worlds of Gods and Men“ im Domquartier.

Weekend: Jazz & The City hat eine neue künstlerische Leitung. Was können wir von Tina Heine erwarten?

Inga Horny: Mit der Gründerin des Hamburger Elbjazz-Festivals konnten wir eine profunde Intendantin gewinnen. Mit dem Altbewährten wird es keinen Bruch geben, wohl aber eine einfühlsame Weiterentwicklung des Programms. Außerdem wird es heuer mit rund 50 Spielstätten mehr Bühnen als im Vorjahr geben.

Weekend: Wirkten sich die Grenzwartezeiten auf die Besucherzahlen in der Altstadt aus?

Inga Horny: Im vergangenen Halbjahr spürten wir ein starkes Ausbleiben der Bayern, der bayerische Umsatz reduzierte sich um rund 20 Prozent. Zurückzuführen ist das auf eine verkehrstechnische Verunsicherung und permanente Staumeldungen im Radio.

Weekend: Immer mehr internationale Unternehmen siedeln sich in der Getreidegasse an – was halten Sie davon?

Inga Horny: Mittlerweile wechseln sich internationale Ketten untereinander ab, an der Struktur ändert das nichts. Die große Zahl an Geschäften mit rein tourismusrelevantem Sortiment empfinde ich als problematisch, denn rund zwei Drittel des Umsatzes werden mit den Einheimischen gemacht. Und die brauchen diese Produkte nicht. Wir müssen aufpassen, dass wir unsere wichtigste Zielgruppe nicht verlieren.

Weekend: Sollten die Geschäfte sonntags geöffnet sein?

Inga Horny: Für die Altstadt wären vier Verkaufssonntage pro Jahr ein guter Kompromiss.

Info:

Das Altstadt Marketing Salzburg wurde 1974 als Salzburg Innenstadt Genossenschaft gegründet und gilt als das älteste Stadtmarketing Österreichs. Seit 2000 wird es von Inga Horny geführt und vereint 2.200 heimische Betriebe unter einem Dach.

kurz & bündig

Mein Credo: Qualität wird immer siegen!

Lieblingsplatz in Salzburg: Das Bankerl am Kapuzinerberg mit Blick auf die Altstadt.

Berufswunsch als Kind: Museumsdirektorin

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Autor: Sarah Merl , 13.05.2016