Der Edelstahlpool - ein luxuriöser Badespass

Edelstahlpools sind schön, elegant und luxuriös, aber auch teuer. Das Besondere: Sowohl die Bauelemente als auch die Konstruktion dieses Pools bestehen aus Edelstahl.

Dauer und Kosten

Vom Angebot bis zum fertigen Pool dauert es im besten Fall sechs bis acht Wochen. Das setzt allerdings Schönwetter und zügige Arbeitsweise voraus.

Ein Edelstahlpool kann 40.000 bis 60.000 Euro kosten, wobei sich Größe und Form entscheidend auf den Preis auswirken. Dafür wiederum fallen beim Edelstahlpool keine Folgekosten an wie dies bei "normalen" Pools (z.B. Pools mit Folie) oft der Fall ist.

Die Vorteile

Wenn Sie beim Kauf auf nichtrostenden Edelstahl setzen, ist ein Edelstahlpool unbegrenzt haltbar. Selbst die Optik und die Form sehen nach Jahren noch wie neu aus.

Edelstahl ist besonders langlebig, wirtschaftlich und absolut dicht. Sie sparen also dadurch Geld, dass Sie den Pool kaum erneuern oder sanieren müssen. In wenigen Jahren rechnet sich daher im Regelfall die Investition wieder.

Edelstahlpools sind leicht zu reinigen und sehr hygnienisch. Durch die glatte Oberfläche bilden sich bei normgerechter Wasseraufbereitung weder Algen noch Pilze.

Edelstahlpools lassen sich einfach und ohne großen Aufwand überwintern.

Bei direkter Sonneneinstrahlung heizt sich ein Edelstahlpool wesentlich schneller auf als ein herkömmlicher Pool. Dank der isolierenden Wirkung von Edelstahl hält die angenehme Wassertemperatur auch länger. Starke Sonneneinstrahlung stellt für diese Art von Pool kein Problem dar, da das Material UV-beständig ist.

Das Argument, das Edelstahlpools ein höheres Blitzschlag-Risiko haben, stimmt nur zum Teil. Auch wenn Edelstahl ein bessere Stromleiter ist, ist die Gefahr nicht größer als bei einem PVC-Pool. Häufig verfügen Edelstahlpools über einen Blitzschutz. Weiters gilt, dass man bei Gewitter ohnehin nicht schwimmen gehen sollte, da Wasser Strom sehr gut leitet - egal in welchem Pool.

Nachteile

Edelstahlpools sind bei der Anschaffung sehr teuer, was jedoch bei einem Premium-Produkt auf der Hand liegt.

Trotz hochwertigem Edelstahl ist es nie zu 100% ausgeschlossen, dass es zu einer Korrosion kommt.

Wasserpflege

Zuerst sollte man sich über die Qualität des Wassers informieren. Egal ob das Füllwasser von der örtlichen Wasserversorgung oder doch vom eigenen Brunnen kommt, wichtig ist, wie viele Härtebildner das Wasser enthält. Hierbei geht es sowohl um die Karbonathärte wie auch um die Gesamthärte und Vorkommnisse von Eisen und Mangan.

Mit der Wasserpflege sollte man bereits unmittelbar nach dem Einfüllen beginnen, denn häufig ist „Erhalten“ leichter als „Retten“. Andernfalls könnte das Wasser bereits nach einigen Tagen kippen. Das erkennt man an der trüben Färbung und dem glitschigen Belag am Pool-Rand. Vier wichtige Punkte sind bei der Wasserpflege zu beachten: Die Einhaltung des pH-Wertes, die Desinfektion, die Flockung und die Algenbekämpfung.

pH-Wert: Der pH-Wert von Wasser sollte leicht alkalisch sein und sich zwischen 7,0 und 7,6 bewegen. Das Füllwasser kann jedoch, je nach Härte des Wassers, über oder leicht unter 7 sein. Zum Senken des pH-Werts greift man auf Säure zurück. In den meisten Fällen auf Säuregranulate, die ohne Risiko verwendet werden können. Vorsicht ist bei flüssigen Säuren geboten, die bei falscher Verwendung, ätzen können. Bei sehr hartem Wasser empfiehlt es sich, dieses regelmäßig zu kontrollieren und gegebenenfalls einen Härtestabilisator zu verwenden. Denn Kalk, der bei hartem Wasser entsteht, kann zu Belegen oder verstopften Filtern führen.

Desinfektion: Desinfektionsmittel haben keimtötende Wirkung. Längst sind nicht alle Mikroorganismen, wie Pilze und Bakterien gesundheitsschädlich, trotzdem gehören sie nicht in das warme Schwimmwasser. Als Desinfektionsmittel wird nach wie vor Chlor verwendet. Chlor ist ein starkes Oxidationsmittel, das genau dosiert werden muss, um Haut- und Augenreizungen zu vermeiden.

Es gibt jedoch auch andere Desinfektionsverfahren, die kein Chlor enthalten und deshalb weniger aggressiv auf die Haut wirken. Zum Beispiel die sauerstoffabspaltende Verbindung Wasserstoffperoxid, die eine reizfreie und geruchslose Desinfektion ermöglicht. Das UV-Verfahren, welches außerhalb des Schwimmbeckens passiert, wird in Verbindung mit Chlor verwendet. Das Wasser fließt nach der Filterung in ein geschlossenes Gerät und wird mithilfe von elektromagnetischer Strahlung desinfiziert. Eine weitere Methode ist das Elektrolyse-Verfahren. Hier wird Natriumhypochlorid erzeugt, indem Elektroden bei Gleichstromanwendung eine Verbindung mit Kochsalz und Wasser eingehen. Das stellt wiederum aktives Chlor her und desinfiziert das Wasser.

Flockung: Die Flockung hilft, nicht filtrierbare Verunreinigungen filtrierbar zu machen. Flockenmittel verhindern Trübungen und Verfärbungen des Wassers und sollten kontinuierlich dosiert werden, und nicht erst dann, wenn das Wasser schon trüb ist.

Algenbekämpfung: Der letzte aber ein genauso wichtiger Schritt ist die Verhütung von Algen. Algen sind Pflanzen, die nur Sonnenlicht zum Wachsen brauchen. Sie entstehen aus anorganischen Verbindungen wie Wasser, Kohlendioxid und Sonnenlicht und bauen organische Stoffe auf. Organische Stoffe, wie Bakterien und Pilze, sollten im Schwimmwasser daher vermieden werden.

Auf das Frischwasser sollte dabei nicht vergessen werden. Denn trotz der Pflege können Salze entstehen, die Metallteile, besonders Edelstahl, angreifen können. Durch Zugabe von frischem Wasser spült man diese Salze weg. Weiters sollte man das Becken einmal im Jahr komplett entleeren und reinigen, um sicherzustellen, dass das Becken blitzsauber ist.

Fazit

Edelstahlpools sind schön, elegant und sehr hygienisch. Für alle jene, die wenig Zeit in Pflege und Reinigung investieren möchten, sind jene daher ideal. Trotz der stolzen Preise sollte man bedenken, dass keine Sanierungs- und Folgekosten anfallen. Oft kommt, auf Dauer gesehen, ein Edelstahlpool daher sogar billiger.

Autor: Julia Furdea , 24.05.2016