Smart Home – wohin geht der Trend?

Smart Home – wohin geht der Trend?

Viele Österreicher nutzen Smart Home Geräte bereits regelmäßig in ihrem Alltag. Für andere dagegen ist das smarte Zuhause noch etwas relativ Neues und wieder andere stehen dem sogar äußerst skeptisch gegenüber und empfinden es als gefährlich.

Wie steht es nun um das Smart Home in Österreich?

Laut Umfragen nutzt inzwischen fast jeder zweite Haushalt in Österreich Smart Home Geräte. Und so ist es für einige ganz normal, ihre Beleuchtung mithilfe von Sprachbefehlen zu steuern oder sich mit dem Sprachassistenten über das Wetter auszutauschen.

Laut Statistika betrug der Umsatz im Bereich Smart Home in Österreich 2019 in etwa 277 Millionen Euro und wird für 2020 mit 325 Millionen Euro prognostiziert. Dabei findet man die meisten Nutzer in der Altersklasse von 24 – 34 Jahren. Was es alles zu entdecken gibt, wie alles funktioniert und was sich wirklich lohnt, erfahren Sie unter anderem auf www.homeandsmart.de.

Der Trend entwickelt sich dahin, so viele Geräte und Systeme wie möglich im Haus miteinander zu verknüpfen. So wird unser smartes Zuhause in Zukunft in der Lage sein, auf unsere Bedürfnisse zu reagieren, rechtzeitig das Licht und die Heizung am Abend einzuschalten und morgens den Kaffee bereits fertig gekocht zu haben.

Wenn alles miteinander vernetzt ist

Was vor Kurzem noch zu der neusten Technologie gehörte, ist heute schon fast veraltet. Gemeint ist die Steuerung von Smart Home Systemen über ein interaktives Interface oder mittels einer App per Smartphone bzw. Tablet. Inzwischen reichen entsprechende Sprachbefehle an Google Assistent, Siri oder Alexa aus, um das Licht einzuschalten oder das Heizungsthermostat herunter zu regeln. Und es kommt noch besser. Nicht nur, dass die Sprachassistenten mittlerweile äußerst lernfähig sind, es reicht in Zukunft aus, mit einem einzigen Wort oder Befehl ein ganzes Szenario auszulösen. Das Wort „Kinoabend“ oder Ähnliches, sorgt dann dafür, dass sich die Rollläden automatisch schließen, das Licht herunter gedimmt wird und der Fernseher oder Beamer sich einschaltet.

Nicht nur smart, sondern auch effizient

Die Energieeffizienz ist ein breit gefächertes Thema im Smart Home Bereich und für viele Anwender das beste Argument, um Smart Home Systeme in ihrem Zuhause zu installieren. So machen sich nicht nur die smarten Heizungsthermostate recht schnell bezahlt, sondern auch automatisierte Lichtsysteme und sogenannte Smart Plugs mit Leistungsmonitoren. Letztere unterstützen bei der Energieeinsparung, indem sie darüber informieren, wie viel Energie ein bestimmtes Gerät verbraucht.

Nie wieder den Schlüsseldienst rufen oder auf den Partner warten, weil der Haustürschlüssel nicht zur Hand ist – mit smarten Connected-Doorlock-Systemen kein Problem. Damit lässt sich die Haustür per Fingerabdruck, App oder Chipkarte öffnen. Kommt Besuch und man hat sich einmal wieder verspätet, kann dieser einfach per Video-Check aus der Ferne in die Wohnung gelassen werden. Natürlich kann ein smartes Türsystem auch die Fingerabdrücke weiterer vertrauenswürdiger Personen akzeptieren. Dabei entsprechen die Sicherheitsstandards mittlerweile denen vom Online Banking.

Fort Knox lässt grüßen

Auf Platz 1 der Smart Home Lösungen findet man die Sicherheitssysteme. Der Absatz für Überwachungskameras ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Das Speichern der Daten in einer Cloud macht das Abrufen der Daten von überall möglich, egal ob man gerade beruflich oder privat auf Reisen ist. Doch auch hier steckt noch so viel mehr Potenzial drin. So kann die Überwachung in Kombination mit einer Anwesenheitssimulation das Licht zu bestimmten Zeiten an- und ausschalten, die Jalousien schließen sowie öffnen und über Lautsprecher bestimmte alltagstypische Geräusche simulieren, wie zum Beispiel das Staubsaugen. Wagt sich dennoch jemand zu dicht an das Haus oder die Wohnung heran, wird man per App auf dem Smartphone darüber informiert und kann sofort reagieren. Außerdem kann das System auch andere Kontakte alarmieren, sollte man selbst einmal nicht erreichbar sein.

Der neuste Trend: AAL - besser als allein

AAL, die Abkürzung für „ambient assisted living“, ist die Bezeichnung für ein Smart Home System, welches älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht bzw. erleichtern kann. Mithilfe von Sensoren und Bewegungsmeldern wird die Alltagsroutine älterer und hilfebedürftiger Menschen erfasst und bei ungewöhnlichen Veränderungen ein Alarm ausgelöst. Das ist erst der Anfang der Entwicklung. Hier ist für die Zukunft ein großer Bedarf erkennbar, auf den die Smart Home Anbieter mit Sicherheit regieren werden.

Autor: Ute Daniela Rossbacher, 20.07.2020