Home-Office: Kurze Pausen kreativ gestalten

Die Arbeit in den eigenen vier Wänden bietet viele Vorteile. Der Weg zum Arbeitsplatz entfällt, verschiedene Aspekte des privaten Bereiches lassen sich besser in den Arbeitsalltag integrieren und die Arbeitszeiteinteilung wird durch den Umzug ins Home-Office meist flexibler. Doch gerade diese Flexibilität birgt auch Tücken, den die wichtigen Auszeiten während der Arbeit werden in der neuen Struktur häufig übergangen.

Pausen sind auch im Home-Office wichtig

Am heimischen Arbeitsplatz können die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben verschwimmen. Je nach Tätigkeitsfeld bietet das Home-Office die Möglichkeit, sich seine Arbeitszeit flexibel einzuteilen und die verschiedenen Aufgaben des Tages in eine eigene Struktur zu bringen. Dabei ist es allerdings wichtig, auch bewusste Pausenzeiten einzuhalten. Eine Auszeit von der Arbeit lädt den Akku wieder auf und steigert die Arbeitsleistung und das gesundheitliche Wohlbefinden.

Der Gesetzgeber legt fest, dass ab einer täglichen Arbeitszeit von mindestens sechs Stunden eine Pause von 30 Minuten einzuhalten ist. Dies gilt auch, wenn die Arbeit aus dem Büro in den heimischen Bereich verlegt wurde. Das bedeutet nicht, dass Heimarbeiter sich strikt an diese Regelung halten und nach sechs Stunden eine halbe Stunde Pause machen müssen. Je nach Biorhythmus sind so genannte Mikropausen besser geeignet, um langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben. Mediziner haben herausgefunden, dass es vielen Menschen guttut, wenn sie etwa alle 60 bis 90 Minuten eine Mikropause von 5 Minuten einlegen.

Eine Umfrage des Jobvermittlungsnetzwerks Xing unter 2.200 Mitgliedern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hat ergeben, dass Pausen auf die unterschiedlichste Weise genutzt werden. Im Rahmen der Befragung im Mai 2020 gaben 36 Prozent an, in der Pause am liebsten zu joggen, spazieren zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren. 35 Prozent nutzten die Zeit zum Putzen oder Waschen, weitere 26 Prozent zum Kochen oder Backen. Außerdem ergab die Umfrage, dass rund ein Fünftel der im Mai Befragten sich in der Pause im Home-Office mit den Kindern beschäftigt, 15 Prozent setzen auf Bewegung in Form von Yoga oder Fitnessübungen.

Womit die Auszeit am Heimarbeitsplatz gefüllt wird, liegt im eigenen Ermessen. Wichtig ist allerdings, bewusst von der Arbeit abzuschalten und Körper und Geist Erholung zu gönnen. Ein guter Anfang kann es zum Beispiel sein, die Pause mit Trinken einzuleiten. So bleibt der Körper im Arbeitsalltag jederzeit gut versorgt. Doch das körperliche Wohlbefinden ist längst nicht alles. Hier gibt es ein paar kreative Ideen für kleine Erholungspausen im Home-Office.

Ein kleines Spiel als Reset für den Kopf

Wenn die Zeit nur für eine kurze Pause reicht, lohnt es sich nicht immer, den Arbeitsplatz zu verlassen. In diesem Fall kann ein kurzes Spiel am Computer, am Tablet oder am Smartphone den Kopf resetten und für frische Ideen sorgen. Eine gute Wahl sind einfache Strategiespiele im Match-Three-Stil. Sie regen das Gehirn an, ohne zu komplex zu sein. Wer mehr Freude an strategischen Glücksspielen wie Poker oder Blackjack hat, kann die kurze Auszeit auch nutzen, um im Online Casino Echtgeld zu setzen und seine Fähigkeiten am Pokertisch zu testen. Auch Sudoku und Kreuzworträtsel eignen sich hervorragend für die kleine Pause zwischendurch.

Viele Spielvarianten können direkt über den Browser des Endgerätes genutzt werden, ohne vorher eine Software installieren zu müssen. Der große Vorteil dieser Spiele liegt darin, dass ihr strategischer Charakter das Gehirn dazu anregt, sich auf den Spielverlauf zu konzentrieren und damit bewusst von der bisherigen Tätigkeit abzuschalten. Eine kurze Spielpause kann also wie ein Reset-Knopf für den Kopf wirken.

Kunstwerke in 8-Bit erschaffen

Eine kreative Pause ist auch am Computer möglich. Wie wäre es zum Beispiel mit ein wenig 8-Bit-Kunst? Der Webdienst make8bitart.com hat ein Programm entwickelt, mit dem sich am PC einzelne Pixel farbig gestalten und so zu Bildern zusammenfügen lassen. Die Farbpalette des Programms enthält 256 unterschiedliche Farbtöne, sodass sich sehr detaillierte Kunstwerke gestalten lassen. Nicht nur Fans von Minecraft werden von den kreativen Möglichkeiten in 8-Bit begeistert sein.

Gedankenhygiene betreiben

Gedankenhygiene ist ein Begriff, der in der zunehmenden Belastung des Alltags immer mehr in das Bewusstsein rückt. Gemeint ist ein achtsamer Umgang mit den eigenen Gedanken und Gefühlen, denn im Zwiegespräch mit uns selbst neigen wir häufig dazu, uns mit negativen Gedanken zu belasten. Die kurze Pause im Home-Office eignet sich hervorragend dazu, bewusst in sich hineinzuhorchen und den Fokus auf positive Gedanken und Gefühle zu lenken. Dabei sollte die Arbeit und die tägliche To-Do-Liste außen vor bleiben. Jetzt ist die Zeit, um sich an schöne Dinge zu erinnern, bestärkende Gedanken zu verfolgen, das Positive in den vergangenen und noch bevorstehenden Stunden zu sehen und dem Tag ein Lächeln abzugewinnen.

Am besten lässt sich Gedankenhygiene betreiben, wenn die Augen geschlossen sind und der Blick nach innen wandern kann. Es kann auch guttun, den Blick ins Grüne schweifen zu lassen und den Augen damit eine bewusste Erholungspause von der Bildschirmarbeit zu gönnen.

Meditieren und auf Gedankenreise gehen

Wer seinen Gedanken eine noch tiefere Entspannung gönnen möchte, solle die Pause für eine Meditation oder eine Gedankenreise nutzen. Geführte Meditationen zur Tiefenentspannung und Gedankenreisen mit verschiedenen thematischen Hintergründen gibt es im Netz in großer Auswahl zum jederzeit Streamen.

Schon wenige Minuten in einem meditativen Zustand können erholsam sein und Körper und Geist entspannen. Für Anfänger bedarf es manchmal einiger Übungssitzungen, um die gewünschte Tiefenentspannung zu erreichen. Hier ist Geduld gefragt, aber es lohnt sich. Eine Meditation oder Gedankenreise kann wie ein Reset-Knopf im Gehirn wirken und Raum für neue Kreativität schaffen.

Musizieren, Tanzen oder Singen

Ein hervorragender Ausgleich zum Arbeitsstress sind kreative Pausenfüller. Sie regen die kreativen Areale des Gehirns an und können so auch Denkblockaden lösen. Wer musisch interessiert ist, kann auch eine kurze Auszeit nutzen, um sich der Musik zu widmen.

Ein paar Minuten zur Lieblingsmusik tanzen macht gute Laune, lockert verspannte Muskeln und kann körperliche und geistige Blockaden lösen. Auch Singen ist eine hervorragende Kraftquelle für die kurze Auszeit zwischendurch. Wer selbst ein Instrument spielt, kann in der Pause auch mit einer kurzen Musiksession den Akku wieder aufladen und neue kreative Energie schöpfen.

Wichtig ist dabei allerdings, nicht einfach das Radio einzuschalten, sondern bewusst zum Lieblingssong zu greifen und die musische Auszeit mit allen Sinnen zu genießen.

Kunstwerke mit Origami gestalten

Die kleinen Kunstwerke aus Papier haben eine lange Tradition und begeistern Menschen seit Jahrhunderten. Tatsächlich ist Origami nicht nur eine beeindruckende Kunstform, sondern auch eine großartige Möglichkeit der kreativen Pausengestaltung.

Das Falten von Papier sendet einen spürbar anderen haptischen Reiz als der Kontakt mit dem Kunststoff von Tastatur und Maus. Damit wird das Gehirn bewusst angeregt. Für eine kleine Origami-Session in der Mittagspause ist nicht viel nötig. Ein paar Bögen farbiges Papier reichen aus. Faltanleitungen in unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden sind kostenlos im Netz erhältlich. Origami ist nicht nur gut für die sensomotorischen Reize, es lässt auch farbenfrohe Kunstwerke entstehen, die anschließend den Arbeitsplatz schöner gestalten können.

Jonglieren

Ein eher ungewöhnlicher, aber effektiver Tipp für die kreative Mittagspause ist Jonglieren. Das kunstvolle Spiel mit drei oder mehr Bällen ist eine echte Superpower, wenn es um die kurze Regeneration zwischendurch geht. Jonglieren fördert die Rechts-Link-Koordination. Außerdem bildet das Verfolgen der Bälle mit den Augen einen wirkungsvollen und gesundheitsfördernden Kontrast für die Augen zu langen Bildschirmarbeit. Beim Jonglieren wird das Gehirn ganz natürlich angeregt und kann sich gleichzeitig erholen.

Wer die Kurztherapie für Körper und Geist selbst einmal ausprobieren möchte, aber noch keine Erfahrung mit dem Jonglieren hat, kann sich mit dieser simplen Drei-Minuten-Anleitung erste Jonglierkünste aneignen und in der kleinen Auszeit zwischendurch flexibel trainieren:

Wer auch im Home-Office bewusst Pausen einplant und die Auszeiten kreativ gestaltet, leistet einen wichtigen Beitrag zum eigenen Wohlbefinden und mehr Leistungsfähigkeit. Schon kurze Mikropausen können einen großen Unterschied machen und dem Alltag am heimischen Arbeitsplatz mehr Struktur verleihen.

Autor: Weekend Online, 25.03.2021