Tiroler helfen im Katastrophengebiet in Nepal mit

Die Erdbebenkatastrophe in Nepal Ende April mit mehr als 7.200 Todesopfern und Zehntausenden Verletzten hat weltweit für Bestürzung gesorgt. Derzeit versucht der Himalayastaat in Südasien langsam wieder auf die Beine zu kommen. Die Wiederaufbau-Arbeiten gestalten sich schwierig, die Angst vor weiteren Beben und damit verbundenen Lawinenabgängen ist allgegenwärtig.

Tiroler unter den Helfenden

Einer, der den Nepalesen dabei unter die Arme greift, ist Thomas Preindl. Hungernde und Verletzte warten in abgelegenen Dörfern auf dringende Hilfe. “160.000 Häuser wurden beim Erdbeben komplett zerstört, weitere 140.000 teilweise”, beschreibt Preindl die Lage vor Ort. Der Tiroler ist bereits seit einer Woche im Katastrophengebiet und bleibt noch eine weitere Woche, um zu helfen.

“Ich war gerade im Epizentrum, im Bezirk Gorkha. Jetzt reise ich in den Osten, um mir dort ein Bild von den Zuständen zu machen”, sagt der Katastrophenhelfer am Telefon. Der Arzler ist für die Caritas im Einsatz und unter anderem für Notunterkünfte zuständig. Plastikplanen und Hygienekits werden an Betroffene verteilt, um das vorherrschende Leid ein wenig zu lindern. In den kommenden Wochen sollen weitere Caritas-Helfer in die Erdbebenregion aufbrechen.

Bergsteiger hautnah dabei

Auch Bergsteiger Josef Einwaller war hautnah dabei. Seit 30 Jahren reist der Tiroler nach Nepal, wo er eigentlich sein “Sherpa-Haus” ausbauen wollte. Das Projekt musste aufgrund der Naturkatastrophe aber vorerst auf Eis gelegt werden. Stattdessen beteiligte sich Einwaller an der Soforthilfe, verwendete die geplante Summe für das “Sherpa-Haus”, um Zelte, Schlafsäcke und Matten für die Bevölkerung zu kaufen.

Tiroler sind spendefreudig

Um den Zehntausenden Hilfesuchenden Menschen in Nepal schnell zu helfen, sind Einwaller und die nationalen Hilfsorganisationen vor allem auf Spenden angewiesen. „15.000 Familien erhalten Planen und Zelte und haben nun ein Dach über dem Kopf. Dazu werden 10.000 Hygienekits, 2.000 Planen, 16.700 Wasseraufbereitungstabletten sowie 40.000 Stück Seife verteilt. In vier bis sechs Wochen beginnt der Monsun – bis dahin ist es das Wichtigste, Notunterkünfte bereitzustellen, damit die Menschen nicht unter freiem Himmel im Regen schlafen müssen“, erklärt Georg Schärmer, der Direktor der Caritas Tirol. Ermöglicht werde diese Hilfe durch Spenden: „Ich bin einmal mehr berührt, wie groß die Hilfsbereitschaft der Menschen in Tirol ist."

Spendenkonto “Josef Einwaller Nepalhilfe”

Tiroler Sparkasse

BIC: SPIHAT22

IBAN: AT76 2050 3033 0164 6364

Spendenkonten Caritas “Erdbeben Nepal”

BAWAG PSK

BIC: OPSKATWW

IBAN: AT92 6000 0000 0770 0004

Bank Austria

BIC: BKAUATWW

IBAN: AT03 1200 0006 9628 5519

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Autor: Alexandra Nagiller, 05.05.2015