Kärntner Ausnahmesportler: Christian Troger

"Man sollte sich an seinen Träumen orientieren und daraus Ziele setzen", sagt Christian Troger heute. Aber wir wollen seiner Geschichte nicht zu viel vorgreifen. Christian Troger kam 1983 auf die Welt - gesund, aber ohne linkes Bein und auch ohne linke Hüftpfanne. Die Ärzte erklärten den Eltern damals, dass der Bub wohl niemals laufen würde. Da Troger sich aber ungern an medizinische Unmöglichkeiten hält, ist er it nur 14 Monaten bereits durch die Gegend gehüpft. Auch Jahre später blieb der Oberkärntner von ärztlichen Fachmeinungen unbeeidruckt. Von wegen, er könne keinen Triathlon bewätligen!

Von der Party zum Sport

Bevor Troger seine Leidenschaft zum Tiathlon entdeckte, war er in Bars zu finden, meist mit einem Tschik in der einen und einem Drink in der anderen Hand. Seinen ersten Ironman besuchte er nur deshalb, weil es da angeblich partymäßig abgeht. Was blieb, war die Gänsehaut, die Faszination für den Sport und der Wunsch, dieses unglaubliche Gefühl selbst zu erleben.

Harter Weg

Troger krempelte sein Leben um, setzte sich Ziele, kämpfte für seinen Traum und arbeitete hart an sich. 2011 schaffte er dann das, was ihm kaum einer zugetraut hätte: Er finishte den Ironman in Klagenfurt. Mittlerweile ist er mehrfacher Welt- und Europameister und ein echter Motivationsprofi. In seinem autobiografischen Ratgeber "Geht nicht - läuft" schildert er, wie er gelernt hat, mit Extremsituationen, Ängsten und NIederlagen umzugehen und für sich etwas Positives daraus zu ziehen. Ein Buch zum Lachen und Weinen, aber vor allem eine Aufforderung, an sich selbst zu glauben!

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Autor: Melanie Lipic-Tscheppe, 23.07.2015