Forscher enthüllen: 6 gute Gründe, warum sich Nettsein auszahlt

Wenn Sie nächstes Mal genervt sind, weil wieder jemand etwas von Ihnen braucht, denken Sie daran: Anderen etwas Gutes zu tun, tun uns selbst ebenfalls gut! Wer ein Lächeln, ein freundliches Wort und eine gute Tat für andere übrig hat, lebt ausgeglichener, glücklicher – und sogar länger.

1. Nettsein macht uns glücklicher

Einer der besten Gründe für mehr Nächstenliebe und Hilfbereitschaft ist: Nettsein macht uns glücklich! Das wurde bereits in mehreren Studien belegt. Unter anderem wurden in einer von einer US-Universität durchgeführten Untersuchung die Studienteilnehmer dazu aufgefordert, einen Dankesbrief an jemanden zu schreiben, dem noch nie Dank gezollt wurde. Durch diese Aktion stieg das

2. Glücks-Level

bei den Danksagern augenblicklich an – und hielt ein Monat lang.

3. Nettsein liegt uns in den Genen

Gesten der Nettigkeit sind vielleicht eine bewusste Entscheidung, doch Tatsache ist, dass uns Nettsein in den Genen liegt. Wissenschafter des Max Planck Institutes fanden heraus, dass Kinder schon in sehr frührem Alter Hilfsbereitschaft zeigen. So versuchen bereits 14 Montate alte Babys zu helfen, wenn sie sehen, dass sich Erwachsene mit etwas schwer tun. Mit anderen Worten: Wer nett ist, handelt, wie es von Natur aus seinem Wesen entspricht.

4. Nettsein hat einen positiven Effekt auf unser Gehirn

Die psychologischen Vorteile, die Nettsein für unsere Psyche mit sich bringt, zeigen sich in den Nervenschaltzentren unseres Gehirns: Durch Gesten der Nächstenliebe entstehen neue Nervenbahnen, die das Wohlfühl-Gefühl boosten und die Endorphin-Ausschüttung nachweislich steigern.

5. Wer nett ist, lebt länger

Menschen, die regelmäßig etwas für andere tun (zB. sich Ehrenamtlich betätigen) leben einer US-Studie zufolge im Schnitt fünf Jahre länger, als Personen, die sich ausschließlich auf sich selbst fokussieren. Interessant: Tatsächlich leben nur jene Menschen durchschnittlich länger, die helfen – und nicht jene, die sich helfen lassen.

6. Nettsein ist ansteckend

Ein weiterer schöner Aspekt von Nächstenliebe: Wer nett zu anderen ist, inspiriert diese ebenfalls, Gutes zu tun. Eine Studie beweist, dass unsere positiven Gefühle steigen, wenn wir sehen, dass jemand jemandem anderen hilft – was uns dazu beflügelt, ebenfalls etwas alturistisches zu tun. Es liegt also in unserer Hand, die Welt zu einem besseren, liebevolleren Ort zu machen.

Schon der Dalai Lama hat gesagt: "Wir brauchen keine Tempel, keine komplozierte Philosophie. Unser eigenes Gehirn, unser eigenes Herz ist der Tempel. Die Philosophie lautet Güte." Natürlich: Wer glücklich sein will, sollte in erster Linie nett zu sich selbst sein. Doch wenn wir aktiv an unserer Nächstenliebe arbeiten, können wir nicht nur das Glück der anderen, sondern auch unsere eigene Zufriedenheit erhöhen. Also: Wann haben Sie das letzte Mal eine gute Tat vollbracht?

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Autor: Elisabeth Spitzer, 27.04.2015