Die beste Nahrung für Hund und Katz

Fast 40 Prozent der ­Österreicher haben ein Haustier. In Oberösterreich sind rund 40.000 Hunde gemeldet, tatsächlich sind es wohl wesentlich mehr. Katzen dürften es im Bundesland deutlich mehr als 100.000 geben. Für die geliebten Mitbewohner greifen Herr und Frau Österreicher auch tief in die Tasche. Jeder Vierte gibt rund 50 Euro monatlich für den Vier­beiner aus. Das geht aus ­einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts „Spectra“ hervor.


Faustregel für das Futter

Jedes Tier ist ­anders – egal, ob Katze oder Hund. Daher sollte das Futter an Lebensphase, Gesundheitszustand, Gewicht, Aktivität und Fressverhalten angepasst werden. „Die Angebote der kommerziellen Futter-Anbieter sind in der Regel gut auf die Bedürfnisse abstimmt“, erklärt die Steyrer Tierärztin Christiane Pfeil. Dabei gilt: Der Hund ist ein nicht zu sättigender Allesfresser, der Stubentiger eher ein Gourmet. Und zwar ein Fleisch-Gourmet. „Fleischlose Ernährung im Veggie-Trend ist bei Katzen also ein No-Go, das wäre eindeutig nicht artgerecht“, warnt Pfeil.


Vorsicht vor Allergien

Selbiges gilt für Hunde, denn Fleisch ist ein wichtiger Lieferant von Eiweiß, Kalzium Vitamin D und B12. Dabei ist vor allem bei Hunden ein Phänomen zu beobachten, das von Menschen nur allzu bekannt ist: Allergien! „Diese haben in den letzten Jahren massiv zugenommen“, berichtet Pfeil. Darum ist es wichtig, die ideale Ernährung für die Tiere austesten zu lassen. Pfeil: „Das ist kein Problem.“ Weintrauben, Zwiebel oder Schokolade vertragen Hunde generell nicht, aber auch der klischeehafte Knochen ist nicht ideal.


Trocken- versus Nassfutter

Grundsätzlich ist keine Form der Ernährung besser als die andere. Bei Nahrung, die als „Alleinfutter“ gekennzeichnet ist, wird das Tier laut Hersteller mit allen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen versorgt – egal, ob Trocken- oder Nassfutter. Der wesentliche Unterschied liegt im Wassergehalt. Nassfutter besteht zu etwa 60 bis 80 Prozent aus Wasser. Das wirkt sich positiv auf den Flüssigkeitshaushalt des Vierbeiners aus. Trockenfutter weist einen Wassergehalt von rund drei bis zwölf Prozent auf.

Der Vorteil von Trockenfutter ist, dass es energiereicher ist und dadurch die günstigere Alternative sein kann, weil man weniger braucht, um das Tier zu sättigen. Bei Katzen ist allerdings zu beachten, dass sie oftmals trinkfaul sind. Daher sollte Nassfutter die Nahrungsgrundlage sein und die Trockenvariante idealerweise als Abwechslung dienen.


Anspruchsvolle Hausgäste

Katzen sind in der Haltung etwas anspruchsvoller als Hunde. Beispielsweise bevorzugen sie einen ruhigen, ungestörten „Esstisch“. Dem Hund ist das reichlich egal, wo er sein Futter verschlingt. Außerdem brauchen Garfield, Schnurrli und Co. Katzengras, um die bei der Reinigung verschluckten Haare ausscheiden zu können. Darüber hinaus ist Taurin eine lebenswichtige Aminosäure für die Ernährung der Samtpfoten, da die Katzenleber es nicht ausreichend selbst herstellen kann. Red Bull als Taurin-Lieferant empfiehlt sich allerdings eher nicht.


Faustregel für das Futter
Autor: Gerlinde Vierziger, 27.01.2015