Aufheitern: 5 Dinge, die Sie nicht tun sollten, wenn jemand down ist

Wenn Freunde schlecht gelaunt oder gar traurig sind, ist es nur ganz natürlich, dass wir sie aufheitern wollen. Es gibt jedoch ein Paar Dinge, welche die Sache nur schlimmer machen, anstatt Trost zu spenden. Wenn Sie jemanden aufbauen wollen, sollten Sie diese Dinge daher besser nicht tun:

1. Von sich erzählen

"Das kenne ich! Sowas ist mir auch schon mal passiert" – und dann folgt gleich eine ausführliche Story. Oder Sie unterbrechen Ihr Gegenüber mitten in seiner Erzählung, weil Sie unbedingt etwas über sich loswerden wollen. Beim Trösten ein absolutes No-Go. Auf diese Weise lenken Sie die Aufmerksamkeit nämlich bloß auf sich, und nicht auf die Person, um die es eigentlich geht.

2. Ungefragt Ratschläge geben

Vielleicht kennen Sie das von sich selbst: Sie erzählen was und jemand anderer hat gleich unzählige Ratschläge zur Hand, wie Sie das Problem aus der Welt schaffen können ­– und das obwohl sie gar nicht darum gebeten haben. Sprüche wie "Pass auf! Du solltest jetzt das und das machen", behalten Sie also lieber erstmal für sich. Ratschläge sollten Sie nämlich wirklich nur dann erteilen, wenn Sie explizit darum gebeten werden. Sonst überschreiten Sie schnell persönliche Grenzen. Labilen Personen nehmen Sie damit außerdem die Möglichkeit, für ihre Situation selbst die Verantwortung zu übernehmen.

3. Bagatellisieren

Egal wie lächerlich ihnen das Problem Ihnen auch vorkommen mag, dass Ihren Gesprächspartner gerade beschäftigt. Aussagen wie "Stell dich nicht so an", "Reiß dich zusammen" oder "Das ist doch alles halb so schimm" geben Freunden das Gefühl, dass man ihre Sorgen und Ängste nicht wirklich ernst nimmt.

4. Überdramatisieren

Manchmal ist aber auch das Gegenteil der Fall. Jemand erzählt Ihnen von einem Problem und Sie machen gleich ein Riesen-Drama daraus. Floskeln wie "Du tust mir soooooooo leid", "Ach, wie schlimm" bauen aber nicht wirklich auf, sondern geben Ihrem Gegenüber bloß das Gefühl, dass die Situation wirklich so aussichtlos und schrecklich ist, wie er sie gerade empfindet – oder sogar noch viel schlimmer ist, als ihm bisher überhaupt bewusst war.

5. Blöde Sprüche

Ihre Freundin macht gerade eine schwere Trennung durch? Wehe Sie kommen ihr mit einer abgedroschenen Floskel wie "Andere Mütter haben auch schöne Söhne" oder "Die Hoffnung stirbt zuletzt". Sprüche wie diese haben noch nie jemandem weitergeholfen.

Besser: Leihen Sie Ihren Freunden ein Ohr und lassen Sie sie von ihren Problemen erzählen. Reden ist oft die beste Medizin und häufig kommen wir von auf mögliche Lösungen von drauf, wenn wir unsere Sorgen verbalisieren. Wenn Sie um Rat oder Hilfe gebeten werden, beschränken Sie sich nicht auf leere Worte – sondern erteilen Sie konstruktive Ratschläge. Bieten Sie Ihre Hilfe an und schlagen Sie konkrete Dinge vor, die man tun kann, um aus einer schwierigen Situation wieder herauszufinden.

Autor: Elisabeth Spitzer, 26.06.2015