Luke Mockridge: Schwere Missbrauchsvorwürfe

Im Fernsehen ist er der humorvolle Typ von nebenan. Im wahren Leben soll er diesem Bild nicht entsprechen: Luke Mockridge soll einige Frauen sexuell missbraucht haben. Unter anderem auch seine Ex-Freundin Ines Anioli, die schon 2019 im Podcast "Besser als Sex" darüber sprach. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung. Konsequenzen zog der Komiker nie aus den Vorwürfen, das soll sich jetzt laut der Social-Media-Gemeinde jedoch ändern: Unter dem #KonsequenzenFürLuke wollen die Leute auf den Skandal aufmerksam machen und auf die Opfer hinweisen. Gleichzeitig wird gefordert, den Opfern endlich Glauben zu schenken. Mittlerweile trendet der Hashtag sogar auf Twitter.

Das sieht der Heimatsender von Luke anscheinend nicht so. Sat.1 reagierte jetzt mit einer Stellungnahme auf die Anschuldigungen und nimmt den Comedian in Schutz. Das Statement lautet folgendermaßen: "Es gibt aus guten Gründen kein juristisches Verfahren gegen Luke. Einen Menschen aufgrund von Gerüchten in den sozialen Netzwerken an den Pranger zu stellen, ist eine moderne Form der Lynchjustiz. Das entspricht nicht unserem Rechtsverständnis. Deswegen: Keine 'KonsequenzenFürLuke. Natürlich gilt: Genauso wie wir Übergriffe im Netz verurteilen, verurteilen wir jede Form von sexueller Gewalt." 

Der Komiker äußerte sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen. Übrigens: Im Mai 2020, als Joko und Klaas mit ihren "Männerwelten" für Aufsehen sorgten, stand Sat.1 hinter ihnen und teilte den Beitrag über sexuellen Missbrauch fleißig auf seinen Kanälen, um die Message zu verbreiten. 

Autor: Cornelia Scheucher, 08.04.2021