Fred Owusu: das Multitalent bei Starmania

Dass Fred Owusu auf eine Bühne gehört, scheint seit seinem ersten Auftritt bei der Neuauflage von Starmania klar zu sein. Das weiß auch die Jury und gab ihm für seinen ersten Auftritt, einer Interpretation von "Ich lass für Dich das Licht an" (Revolverheld), ein Starticket. Der Anfang des Weges, denn jetzt steht der 24-Jährige im Finale der Castingshow und hat noch als einer von vier Kandidaten die Chance auf den Sieg. Wie das passieren könnte? Der Grazer wird gleich mehrere Lieder performen, unter anderem seinen "Best Song", also ein Lied, das er in der Show schon einmal sang (Fred entschied sich für "Sunny") sowie einen Song, den die Jury für ihn aussuchte ("I Need a Dollar" von Aloe Blacc). Sollte der Künstler mittels Publikumsvoting unter die Top Zwei gewählt werden, darf er seine Eigenkomposition "Hold On" live präsentieren. 

Musikalischer Neuling

Für Fred wäre das auf jeden Fall ein kleines Highlight, denn er selbst bezeichnet sich noch als Neuling in der Branche. Das war auch der Grund für seine Bewerbung bei Starmania. In einem Instagram-Video erzählt er, dass er sich musikalisch herausfordern und neue Erfahrungen sammeln möchte. Außerdem will er als Vorbild für junge Leute fungieren und zeigen, dass man sich bloß trauen muss.

Bühne statt Tafel

Die Jüngeren liegen Fred sowieso am Herzen. Steht er nicht gerade bei Starmania auf der Bühne, studiert er eigentlich Volksschullehramt an der KPH Graz. Seine Liebe zu den Kleinen kommt aber auch vom Dasein als Großer Bruder: Fred hat einige jüngere Geschwister, mit denen er ebenso gerne musiziert. Das Talent scheint in den Genen zu liegen. 

Gegen Rassismus

Wie Fred zur Musik kam, hat einen ernsten Hintergrund: Mit 14 schrieb er seine ersten Texte, um seinen Emotionen und Ängsten freien Lauf zu lassen. Im realen Leben ging das nämlich nicht so leicht. Aufgrund seiner Hautfarbe erlebte Fred Alltagsrassismus und wuchs mit Beschimpfungen und rassistischen Kommentaren auf. Genau aus diesem Grund organsierte er gemeinsam mit der Poetry-Slammerin Precious Nnebedum nach dem Tod von George Floyd die "Black-Lives-Matter-Demos" in der steirischen Landeshauptstadt. 

Hohe Chancen

Die Chancen, dass der Grazer morgen das Finale gewinnen könnte, sind hoch. Schließlich hat er echtes Showtalent und begeistert nicht nur mit seiner Stimme, sondern auch mit seinen Tanzeinlagen. Groovige funky Songs à la "Uptown Funk" von Bruno Mars liegen ihm ebenso wie gefühlvolle Balladen. Das Talent ist da und wird Fred sicherlich weit bringen. Und wer weiß: Vielleicht darf er sich ab morgen ja Gewinner von Starmania 21 nennen. 

Autor: Cornelia Scheucher, 06.05.2021