Die stillsten Golden Globes der Geschichte

"The same procedere as every year ..." Nicht für die Golden Globes, die am 28. Februar 2021 so ganz anders als gewohnt über die Bühne gingen. Die Prominenz beschränkte sich auf eine Handvoll geladener Stars, die unter größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen die Bühne betraten. Im Rahmen einer Konferenzschaltung zwischen Los Angeles und New York, die von der NBC übertragen wurde.

Stars per Videokonferenz zugeschaltet

Für viele Zuschauer vor den Bildschirmen mittlerweile ein vertrautes Bild: Die Nominierten und Preisträger waren per Videokonferenz aus ihren Wohnzimmern zugeschaltet. Ganz ohne roten Teppich und Star-Auflauf eine ruhige und getragene Veranstaltung, die in bewährter Manier von den beiden Komikerinnen Amy Poehler und Tina Fey moderiert wurde.

Besonderheiten des Abends

Mit dem einen oder anderen Novum konnte die Golden Globes Gala dennoch aufwarten: Mit Chloé Zhao erhielt zum zweiten Mal in der Geschichte der Golden Globes eine Frau die Auszeichnung für die Beste Regie ("Nomadland"); mit Chadwick Boseman erhielt zum zweiten Mal in der Geschichte des renommierten Filmpreises ein Schauspieler posthum einen Golden Globe (Kategorie: Bester Hauptdarsteller in einem Filmdrama/"Ma Rainey's Black Bottom"). Sichtlich bewegt reagierte Jodie Foster auf ihre Auszeichnung als beste Nebendarstellerin in dem Polit-Thriller "The Mauritarian".

Hoffnung auf 2022

Trotz eifriger Bemühungen aller Laudatoren und der beiden Moderatorinnen, der Leistung der ausgezeichneten Künstler gebührend Rechnung zu tragen, wollte keine rechte Jubelstimmung aufkommen. Sichtlich ruht die Hoffnung der wenigen Stars, die sich in diesem Jahr die Ehre gaben, auf der Aussicht, dass 2022 die Golden Globes wieder stattfinden, wie sie den Veranstaltern und Fans vertraut sind - mit Standing Ovations und großen Emotionen.

 

Die Preisträger der wichtigsten Kategorien

  • Bester Film (Drama): Nomadland
  • Bester Film (Komödie/Musical): Borat Subsequent Moviefilm
  • Beste Regie: Chloé Zhao (Nomadland)
  • Bester Hauptdarsteller (Drama): Chadwick Boseman (Ma Raineys Black Bottom)
  • Beste Hauptdarstellerin (Drama): Andra Day (The United States vs. Billie Holiday)
  • Bester Hauptdarsteller (Komödie/Musical): Sacha Baron Cohen (Borat Subsequent Moviefilm)
  • Beste Hauptdastellerin (Komödie/Musical): Rosamunde Pike (I Care a Lot)
  • Bester Nebendarsteller: Daniel Kaluuya (Judas and the Black Messiah)
  • Beste Nebendarstellerin: Jodie Foster (The Mauritanian)
  • Bestes Drehbuch: Aaron Sorkin (The Trial of the Chicago 7)
  • Beste Filmmusik: Jon Batiste, Atticus Ross, Trent Reznor (Soul)
  • Bester Filmsong: Du hast das Leben vor dir (La vita davanti a sé) – "Io Sì (Seen)"
  • Bester Animationsfilm: Soul
  • Bester fremdsprachiger Film: Minari

Die Preisträger der TV-Kategorien

  • Beste Serie (Drama): The Crown
  • Bester Serien-Hauptdarsteller (Drama): Josh O'Connor (The Crown)
  • Beste Serien-Hauptdarstellerin (Drama): Emma Corrin (The Crown)
  • Beste Serie (Komödie/Musical): Schitt's Creek
  • Bester Serien-Hauptdarsteller (Komödie/Musical): Jason Sudeikis (Ted Lasso)
  • Beste Serien-Hauptdarstellerin (Komödie/Musical): Catherine O’Hara (Schitt's Creek)
  • Beste Miniserie oder Fernsehfilm: The Queen's Gambit
  • Bester Hauptdarsteller (Miniserie oder Fernsehfilm): Mark Ruffalo (I Know This Much Is True)
  • Beste Hauptdarstellerin (Miniserie oder Fernsehfilm): Anya Taylor-Joy (The Queen's Gambit)
  • Bester Nebendarsteller (Miniserie oder Fernsehfilm): John Boyega (Small Axe)
  • Beste Nebendarstellerin (Miniserie oder Fernsehfilm): Gillian Anderson (The Crown)

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Autor: Ute Daniela Rossbacher, 01.03.2021