Alles abgesagt! So geht es der Queen nach Philips Tod

"Herzerreißend" - mit diesem Wort fassten die Kommentatoren der BBC den Anblick der Queen in der St. George's Kapelle am 17. April zusammen. Gebrechlich und mit gesenktem Blick nahm das Oberhaupt des britischen Königshauses Abschied von Prinz Philip (1921 - 2021). Mehr als 70 Jahre war das Paar verheiratet gewesen. Dabei war er stets mehr als "nur" der Mann ihrer Seite. Philip galt als treuer Wegbegleiter und engster Berater in allen politischen sowie familiären Angelegenheiten.

Angeschlagen und geschwächt

Alle Bemühungen laufen nun darauf hinaus, die Queen nach Kräften bei ihren Amtsgeschäften zu unterstützen bzw. zu entlasten. Denn seit dem Tod ihres Mannes wirkt sie sichtlich angeschlagen und geschwächt. Prinz Andrew spricht von einer "großen Leere in ihrem Leben". Ein schwacher Trost für sie ist da nur Philips sanfter Tod. "Es war, als hätte ihn jemand bei der Hand genommen. Es war sehr friedlich und das ist alles, was man sich für jemanden wünschen kann", ließ die Queen die Öffentlichkeit über eine Stellungnahme wissen.

Erster Geburtstag ohne Philip

Ihr 95. Geburtstag am 21. April wird der erste seit mehr als 70 Jahren sein, denn die Queen ohne Philip an ihrer Seite verbringen wird. Die für Juni geplante Trooping The Colour-Parade in London, bei der die Königin öffentlich gefeiert wird, wurde bereits vor Philips Tod abgesagt. Bittere Momente im Leben von Elizabeth II., die im kommenden Jahr ihr 75-jähriges Thronjubiläum hätte. Als "gesalbte" Königin, die sie ist, würde sie ihre Amtsgeschäfte bis zu ihrem Ableben führen. Ob es angesichts des großen Verlusts in ihrem Leben dabei bleiben wird oder sie doch frühzeitig die eine oder andere Aufgabe niederlegt, werden die kommenden Wochen zeigen.

Autor: Ute Daniela Rossbacher, 18.04.2021