Die 4 schönsten Kurorte Deutschlands

1. Bad Wörishofen - Allgäuer Perle mit Kneipp-Tradition

Ein besonders schönes Beispiel hierfür bietet Bad Wörishofen, das Allgäuer Heilbad, in dem der berühmte Sebastian Kneipp seine Kneipp-Kuren entwickelte. Dementsprechend großgeschrieben wird hier noch immer die mehr als 150 Jahre alte Tradition, Körper und Seele auf heilsame Weise miteinander in Einklang zu bringen.

"Achtsamkeit" heißt die Devise des ganzheitlichen Konzepts, das eben nicht nur auf eiskalte Fußbäder setzt, sondern auch auf eine gesunde Ernährung, die Anwendung natürlicher Kräuter, die Herstellung einer inneren Ordnung und gezielte körperliche Bewegung. Der liebevoll gestaltete Kurpark von Bad Wörishofen ist jedem zugänglich, der die Stadt besucht. Er weist eine Fläche von gigantischen 163.000 Quadratmetern auf und enthält einen 1.550 Meter langen Barfußweg. Auch Heilkräuter und duftende Blumen sowie eine Vogelvoliere und ein Rosarium gibt es hier zu entdecken. Mehr als 3.000 öffentliche Events finden im Jahr in der bekannten Kneippstadt statt, darunter das "Festival der Nationen" und die Musikveranstaltung "Jazz goes Kur": Gesundheit ist eben untrennbar mit Lebensfreude verbunden, und das spürt man hier auf Schritt und Tritt. Ganz zu schweigen von der fantastischen landschaftlichen Umgebung, die sich auf vielen verschiedenen Pfaden erwandern lässt.

2. Baden-Baden - Kurhauptstadt im schönen Schwarzwald

Mehr als 2.000 Jahre ist diese Stadt alt und sie wurde allein aus einem wichtigen Grund gegründet: den Menschen gesundheitlich etwas Gutes zu tun. Die natürlichen Quellen sprudelten schon damals ohne Unterlass, bereit, immer wieder neue Lebenskraft zu spenden. Hinzu kommen das wohltuende, sonnenreiche Klima und eine herrliche Landschaft, denn die Stadt liegt mitten im touristisch heiß begehrten Schwarzwald. Der Kurhauskomplex ist der Schlüssel des Erholungsbetriebs. Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1824 zurück, die prächtige Architektur hat das berühmte Schloss Versailles in Paris zum Vorbild. Im Kurhaus hat sich unter anderem die berühmte Spielbank Baden-Baden einquartiert, die seit 1801 das große Spiel betreibt.

Dieser besondere Ort mit seiner langen Geschichte zieht nicht nur erfahrene Spieler in seinen Bann, sondern auch zahlreiche Neulinge. Besonders Roulette erfreut sich großer Beliebtheit, weil hier Nervenkitzel und Spannung besonders stark spürbar werden. Der Blackjack-Tisch und die zahlreichen Spielautomaten befinden sich auf neusten Stand und laden dazu ein, sich für ein paar Stunden auszutoben. Absolut empfehlenswert ist auch ein Besuch der Trinkhalle des Kurhauses, nicht nur aufgrund des hohen Wellness-Effekts, sondern auch, um die reich verzierte Wandelhalle zu bestaunen. Eleganz ist und bleibt das Grundkonzept von Baden-Baden, das spiegelt sich eben auch in der Architektur wieder.

3. Heiligendamm - Der älteste Seebadeort Kontinentaleuropas

Das älteste deutsche Seebad ist sogar auch Spitzenreiterin Kontinentaleuropa: Als Herzog Friedrich Franz I. im Jahr 1793 diesen Ort direkt an der Ostseeküste gründete, gab es eine solche Attraktion in keinem einzigen unserer Nachbarländer. Heiligendamm liegt in Mecklenburg-Vorpommern, der reizende Ort besteht in seinem Kern aus einer ganzen Reihe klassizistischer Bauten, allesamt in reines Weiß gekleidet. Diese Gebäude sind der Grund, warum die Menschen auch heute noch von der "Weißen Stadt am Meer" reden, wenn sie Heiligendamm meinen. Heute verfügt der Kurort über eine moderne Rehaklinik, die mit ihren Gästen professionelle Kuren durchführt, und natürlich auch über ein Grand Hotel für anspruchsvolle Urlauber, die großen Wert auf ihren persönlichen Luxus legen. Auch hier gilt wieder: Allein schon die Umgebung ist eine Reise wert, in diesem Fall sind es vor allem Strand und Meer, die gemeinsam um Ihre Gunst buhlen. Doch auch die Wälder in Küstennähe entfalten ihren ganz eigenen Reiz, ebenso wie der schier unendliche Himmel über dem flachen Land. Das alles macht Heiligendamm aus – und es kommen noch viel mehr Zutaten hinzu, die sich vor Ort entdecken lassen.

Der Kurort Heiligendamm | Credit: EHRENBERG Kommunikation

4. Bad Oeynhausen - Tradition, Kultur und Modern in Westfalen

Dass Meer oder hohe Berge gar nicht nötig sind, um einen erfolgreichen Kurort zu gründen, beweist hingegen Bad Oeynhausen im westfälischen Kreis Minden-Lübbecke. Auch diese Stadt blickt auf eine längere Geschichte zurück, die Kurbad-Gründung erfolgte im 19. Jahrhundert. Damals wurde auf dem Gebiet eine Thermalquelle gefunden und aufgebohrt: der Startschuss für bislang 150 Jahren regen Kurbetrieb! Die Badestadt vereint bis heute Tradition und modernes medizinisches Wissen, es gibt mehrere Fachkliniken sowie ein Herz- und Diabeteszentrum. Gäste flanieren in den weitläufigen Parks, darunter natürlich auch im wunderschön gestalteten Kurpark mit seinen historischen Gebäuden. Das Kulturprogramm ist über das ganze Jahr hinweg breit gefächert, es reicht von musikalischer Unterhaltung über anspruchsvolles Theater bis hin zum klassischen Varieté. Die Innenstadt wimmelt nur so von urgemütlichen Gaststätten und wenn einmal das Verlangen nach ganz viel warmem Wasser aufkommt, dann lockt die Bali-Therme mit ihren vielfältigen Wellness-Attraktionen. Nicht zu vergessen: Bad Oeynhausen liegt am Rande des Teutoburger Waldes, ein urwüchsig grünes Hügelgebiet, das für Wanderer, Radfahrer und Golfer voll süßer Überraschungen steckt.

Das Angebot ist satt und reichlich, dies ist nur ein winziger Ausschnitt des Kurprogramms in Deutschland. Es lohnt sich gewiss, den einen oder anderen Ort zu besuchen, sei es zu einer speziellen Veranstaltung, für einen Kurzurlaub oder tatsächlich zur von der Krankenkasse bezahlten Kur.

Autor: Weekend Online, 08.03.2021