So kann das Metaverse den Online-Handel verändern

Das Metaverse ist die Verschmelzung von digitaler und realer Welt. Dadurch bieten sich viele neue und beeindruckende Möglichkeiten. Auch wirtschaftlich gesehen gewinnt das Metaverse immer mehr an Bedeutung.
Autor: Weekend Online, 09.03.2022 um 08:09 Uhr

Wir wollen uns anschauen, was „Metaverse“ überhaupt bedeutet und welche Auswirkungen es auf den Online-Handel haben kann.

Was versteht man eigentlich unter „Metaverse“?

Es gibt bereits einige große Technologieunternehmen, wie beispielsweise Microsoft, die das Konzept des Metaverse fleißig propagieren. Tatsächlich begegnete dieser Begriff uns schon vor 30 Jahren in Büchern des Science-Fiction-Autors Neal Stephenson.

Kurz gefasst bezeichnet „Metaverse“ eine virtuelle oder erweiterte Realität, in der man einkaufen, sich mit Freunden treffen, Spiele spielen und viele andere Unterhaltungsangebote nutzen kann. Und das, ohne auch nur vom Sofa aufzustehen. Je nachdem, wie gut es gemacht wird, kann das Metaverse unseren kompletten Alltag verändern. Wir könnten uns teilweise selbst wie die Protagonisten eines Science-Fiction-Romans fühlen.

Noch ist das Metaverse nicht Realität. Allerdings sind von vielen führenden Technologieunternehmen bereits große Investitionen in diesem Bereich geplant, so dass es bereits in einem Jahrzehnt schon so weit sein könnte. Damit einhergehen grundlegende Veränderungen für den globalen Handel, unsere Freizeit, den Immobilienhandel und auch für Geldanlagen.

Metaverse-Idee gar nicht mal so neu

So neu und innovativ die Idee des Metaverse auf den ersten Blick scheint ist sie eigentlich gar nicht. Es gibt nämlich bereits seit 2003 die virtuelle Welt „Second Life“. Entwickler des Spiels ist das Unternehmen Linden Lab. Die Second-Life-Gründer betonten von Anfang an immer wieder, dass es sich dabei um kein Spiel handelt, sondern um eine Online-Welt. Es müssen keine Vorgaben erfüllt werden und es gibt auch keine Ziele zu erreichen.

Wer sich bei Second Life anmeldet, erstellt sich einen digitalen Avatar, mit dem er sich dann frei in der virtuellen Welt bewegen kann. Man kann sich mit anderen Nutzerinnen und Nutzern treffen, Dinge unternehmen und sogar Handel mit Waren und Dienstleistungen betreiben.

Das Ganze erinnert also schon stark an das Metaverse, in dem auch bald Menschen einem völlig normalen Tagesablauf nachgehen werden, allerdings ohne dabei ihre vier Wände verlassen zu müssen.

Auswirkungen des Metaverse auf den Online-Handel

Auch für Verbraucherinnen und Verbraucher bietet das Metaverse interessante neue Optionen. Besonders die Auswirkungen auf den elektronischen Handel sind spannend. Hier können nämlich die Vorteile des Shoppens in Geschäften und dem im Netz miteinander verbunden werden. Genau das ist es, was viele Konsumenten interessiert – ein interaktives Einkaufserlebnis. Aber sicher wird das noch lange nicht alles sein. Das Metaverse wird noch viele weitere bisher völlig unbekannte Funktionen hervorbringen. Viele sind sich aber jetzt schon einig darin, dass auch in der neuen virtuellen Welt Werbeaktionen ihren festen Platz haben werden.

Beim Metaverse handelt es sich streng genommen nicht um eine einzige, komplett neue Innovation, sondern um eine Erweiterung von bereits bestehenden Technologien. So wirken hier Kryptowährungen, AR, VR, Social Commerce, Blockchain und weitere zusammen und werden noch weiter ausgebaut. So entsteht ein stetig wachsendes Netzwerk von virtuellen Räumen, die sowohl als Verkaufskanäle, aber auch als eigenständige Wirtschaft fungieren können. Es kann also nicht nur das angeboten werden, was in der echten Welt bereits besteht, stattdessen können auch völlig neu entdeckte, digitale Bedürfnisse im Fokus stehen.

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Metaverse ist bereits Teil des eCommerce

Um erste Metaverse-Technologien im e Commerce zu finden, muss man mittlerweile nicht mehr lange suchen. Zwar sind Dinge wie Virtual-Reality-Brillen noch lange nicht Standard in jedem Haushalt, doch Augmented-Reality-Erlebnisse sind für viele Unternehmen bereits fester Teil der Marketingstrategie. Schließlich will man den Kunden ein positives Einkaufserlebnis verschaffen und Produkte möglichst gut vermarkten.

Ein Beispiel für Augumented Reality als Marketingstrategie gab es beispielsweise bei Charlotte Tilbury, einer amerikanischen Luxus-Makeup-Marke. Hier konnten Kunden am „Virtual Beauty Gifting Wonderland“ teilnehmen und online shoppen und sich über einen integrierten Video-Chat virtuell beraten lassen. Außerdem konnten alle Besucher ein Minispiel spielen, um so den Kauf einer exklusiven Lippenstiftfarbe für sich freizuschalten.

Die Automobilmarke Cupra hat ebenfalls angekündigt ins Metaverse zu gehen. Auch Marken wie Coca-Cola, Louis Vuitton, adidas und Samsung nutzen bereits das Metaverse als Handelsstrategie. Besonders in Pandemiezeiten kommen derartige virtuelle Einkaufserlebnisse sehr gut an.

Wie genau sich das Metaverse entwickeln wird und wann es für uns zur Normalität wird, in der virtuellen Realität spazieren zu gehen, ist noch nicht absehbar. Aber wir können mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass sich das Metaverse in Zukunft noch stärker auf den eCommerce auswirken wird. Schließlich sind interaktive Einkaufserlebnisse etwas, was den potenziellen Käufern Spaß macht. Außerdem bietet die Virtual Reality den Händlern ganz neue Marketing-Möglichkeiten.