„Ich hab’ dich lieb, mein Schatz!“ – Acht Wege, Kindern seine Liebe zu zeigen

Wann haben Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter zum letzten Mal gesagt, wie sehr Sie ihn bzw. sie lieben? Kinder sehnen sich nach bedingungslosem Rückhalt und nach der Gewissheit, geliebt zu werden, egal was passiert. Taten zählen dabei mehr als Worte. 

1. Aufrichtig loben

Nicht gemeckert ist genug gelobt – nach diesem Grundsatz wurden viele Generationen großgezogen. Dabei gibt es wohl nichts Schöneres, als die Anerkennung der Eltern zu spüren. Wichtig dabei: Loben Sie aufrichtig, ohne manipulative Absichten á la „Du kannst so schön teilen“ und vor allem, loben Sie Ihre Sprösslinge für Dinge, die sie gerne machen und nicht nur für jene, die sie gut können.

2. Zeit schenken

„Gleich!" „Jetzt nicht!“ „Ich muss nur noch schnell ...!" Vor allem im hektischen Alltag vertrösten wir die Kleinen gerne auf später, gibt es doch so viele wichtige Dinge zu erledigen. Widmen Sie Ihrem Kind ganz bewusst Ihre volle Aufmerksamkeit, legen Sie das Handy beiseite und schenken Sie das Wertvollste, das Sie geben können: Zeit. In stressigen Zeiten können dabei gemeinsame Rituale helfen – so bietet beispielsweise ein regelmäßiges Familien-Abendessen die perfekte Gelegenheit, um sich über Erlebnisse und Empfindungen auszutauschen. Fragen Sie Ihr Kind doch mal nach dem persönlichen „Top“- und „Flop“-Erlebnis des Tages – so bleiben Sie auch auf dem Laufenden, was sich im Leben des Sprösslings so tut.

3. Zuneigung zeigen

Viele Kinder suchen nach Aufmerksamkeit in Form von Körperkontakt – Kuscheleinheiten, Umarmungen und Küsschen. Dieses Bedürfnis nach Nähe wird mitunter als „lästig“ empfunden. Oft hilft es in solchen Situationen aber schon, sich bewusst zu machen, dass der bzw. die Kleine damit sein Bedürfnis nach Zuwendung zeigt. Genauso wie Erwachsene freuen sich Kinder über eine Streicheleinheit, eine Massage oder eine herzliche Umarmung zwischendurch – auch wenn diese körperliche Nähe nicht offensichtlich eingefordert wird. Wichtig: Das Kind darf selbst bestimmen, wann es Nähe möchte und wann nicht.

Besonders wertvoll: Zeit | Credit: StockSnap/Pixabay

4. Nehmen Sie Ihr Kind ernst

Denken Sie zurück, als Sie ein Teenager waren! Das Leben ist meist ultrakompliziert, der Übergang zum Erwachsenenleben eine  wahre Herausforderungen und scheinbar ist sowieso alles egal, weil keiner Verständnis hat. Vor allem Jugendliche fühlen sich häufig missverstanden und nicht ernst genommen. Oft kann schon ein simples „Ich verstehe dich …“ oder ein „Ich kann dein Verhalten nachvollziehen …“ Wunder bewirken. Verleugnen Sie die Gefühle und Wünsche der Kids in keinem Fall und zeigen Sie schon den ganz Kleinen, dass Sie hören und verstehen wollen, was in ihnen vorgeht.

5. Kleine Überraschungen zwischendurch

Wie heißt es so schön: Geschenke erhalten die Freundschaft. Anstatt sich die Liebe seiner Nachkommen zu erkaufen, wäre es allerdings ratsam, die Kids mit persönlichen Aufmerksamkeiten zu beschenken. Wer freut sich nicht, wenn nach einem besonders anstrengenden (Schul-)Tag zuhause ein gedeckter Tisch mit dem Lieblingsessen wartet? Oder wenn man unter der Woche mit einem Wochenendausflug seiner Wahl motiviert wird? Eltern können nicht zu allem „Ja“ sagen, aber ein bisschen verwöhnen gehört in jedem Fall dazu.

6. Kleine Liebeserklärungen

Schreiben Sie Ihrer Tochter, Ihrem Sohn einen Brief und halten Sie darin fest, wie stolz Sie auf sie bzw. ihn sind. Was schätzen Sie besonders an ihm/ihr? Wo liegen besondere Talente, was wurde vor kurzem super gemeistert? Tipp: Sollte es Ihnen schwerfallen, Ihre Gefühle in Worte zu verfassen, so können auch kleine Botschaften eine große Wirkung erzielen. Sie könnten beispielsweise ein Glas mit schönen Botschaften füllen („Ich liebe dich, weil …“) und wann immer Ihrem Kind nach einer Liebeserklärung ist, kann es eine Nachricht öffnen.

Liebesbotschaften im Glas | Credit: Sonja Rachbauer/istockphotos

6. Persönliche Geschenke

Wenn wir schon beim Schenken sind: Kinder freuen sich meist über gemeinsame Ausflüge und Exklusivzeit weit mehr als über materielle Dinge. Wie wär's heuer mit einem Adventkalender voller „Zeitgeschenke“? Oder mit einem Ausflug als Belohnung zwischendurch? Zum Beispiel mit Reitstunden am Pferdehof, mit einem Familienrennen auf der Gokart-Bahn oder mit lustigen einer Family-Rafting-Tour?

7. Haben Sie Spaß zusammen

„Lass das!“, „Das macht man nicht!“: Kinder hören von uns nur allzu oft Nörgelei und jede Menge Gemecker. Dabei finden wir es doch selbst unerträglich, wenn uns ständig jemand  zurechtweist, oder? Versuchen Sie doch gewisse Problemchen und Ungereimtheiten mit Humor zu nehmen. Gemeinsames Lachen lockert jede Situation auf – und anschließend sind die Sprösslinge oft auch bereit, einen gutgemeinten Rat anzunehmen.

Autor: Sandra Eder , 20.09.2020