Hund trotz Allergie – mit diesen Rassen ist es möglich

Eine Tierhaarallergie ist belastend, insbesondere für Hundefreunde, die sich einen vierbeinigen Begleiter wünschen. Unter Umständen kann aber auch ein Allergiker einen Hund halten, denn oftmals reagieren betroffene Personen nur auf bestimmte Rassen stark, bei anderen erfolgen Reaktionen wie Juckreiz, Hautausschlag und Atemprobleme nur in geringem Ausmaß. Bevor man sich einen Hund anschafft, gilt es allerdings bei einem Arzt abzuklären, wie stark die Allergie generell oder auf bestimmte Rassen ausgeprägt ist. Im besten Fall hat man die Möglichkeit, über mehrere Wochen zu testen, wie man auf einen bestimmten Hund reagiert, wenn er dauerhaft anwesend ist. Grundsätzlich gibt es keine Garantie dafür, dass bestimmte Rassen weniger allergieauslösend sind. Nichtsdestotrotz sollen einige weniger Allergene absondern, wodurch allergische Person oftmals geringer oder gar nicht auf das Tier reagieren.

Diese Rassen gelten als Allergiker-Hunde

Pudel: Der Abenteurer

Ein verhätschelter, fauler Schoßhund? Weit gefehlt und genau das Gegenteil: Der Pudel ist ein aktiver, verspielter und überaus intelligenter Hund, der gerne draußen ist, lange Spaziergänge liebt und auch für ausgedehnte Bergtouren zu haben ist. Der Vierbeiner integriert sich gut in die Familie, er eignet sich für Hundesportarten wie Agility oder Obedience und gilt zudem auch noch als kinderliebe Rasse. Sein Fell ist dicht, weich sowie gekräuselt und unterliegt keinem Jahreszeitenwechsel. Eine regelmäßig Schur ist nötig, da ein Pudel nicht haart.

Pudel | Credit: iStock.com/ Krisztian Juhasz

Portugiesischer Wasserhund: Der Lebhafte

Berühmtheit erlangte der Portugiesische Wasserhund durch „Bo“, der bei Ex-Präsident Barack Obama als „First Dog“ im Weißen Haus residierte. Die Rasse stammt aus der Familie der Pudel, gilt als temperamentvoll, mutig, gehorsam und intelligent. Aufgrund seiner lebhaften Art möchte diese Fellnase beschäftigt werden – körperlich und mental. Als Familienhund gehört für ihn auch das Herumtollen mit Kindern dazu. Auch diese Rasse ist nicht vom jährlichen Fellwechsel betroffen, die Haarpracht muss allerdings regelmäßig gepflegt werden.

Portugiesischer Wasserhund | Credit: iStock.com/JackWylieShot

Schnauzer: Der Rabauke mit Herz

Der Schnauzer ist ein kräftiger, sportlicher und liebenswerter Hund, der Nähe sucht und sich gut in eine Familie mit Kindern integrieren lässt. Insbesondere im Umgang mit Kids gilt der Vierbeiner als geduldig und verspielt – lustige Spieleinheiten sind daher eine gern gesehene Abwechslung. Ebenso bewacht der Schnauzer Heim und Familie, aufgrund seines temperamentvollen und selbstbewussten Wesens ist eine ordentliche Erziehung unabdingbar. Diese Rasse eignet sich für aktive Menschen, die viel draußen unterwegs oder auch an Hundesport interessiert sind. Fellwechsel macht er keinen durch, das Haar sollte daher stets gebürstet und von abgestorbenem Unterfell befreit werden.

Schnauzer | Credit: iStock.com/romaset

Labradoodle: Der Familienhund

Golden und Labrador Retriever zählen aufgrund ihres angenehmen Charakters und niedlichen Aussehens zu den beliebtesten Hunderassen weltweit. Für Allergiker sind sie leider ungeeignet, daher hat man den Retriever mit einem Pudel gekreuzt und eine Hybridrasse geschaffen, die über allergikafreundliche Eigenschaften verfügt. Das Ergebnis: der Golden- oder Labradoodle. Beide gelten als treue, anschmiegsame und aktive Familienhunde, die gerne unterwegs sind, aber auch nichts gegen eine Kuscheleinheit einzuwenden haben.

Labradoodle | Credit: iStock.com/Kurt Pas

Havaneser: Der kleine Wirbelwind

Der Havaneser zählt zu den Bichons, die sich durch schwarze, niedliche Knopfaugen und wuscheliges Fell in allen erdenklichen Farben auszeichnen. Dieser Hund ist zwar nur etwa so groß wie eine Katze, aber genauso agil, intelligent und lernfähig wie andere Rassen. Zudem verfügt er über einen nahezu unermüdlichen Spieltrieb. Die kleinen Energiebündel gelten als ausgeglichene und gesellige Zeitgenossen, die sowohl mit Kindern als auch mit anderen Haustieren in der Regel gut zurechtkommen.

Havaneser | Credit: iStock.com/ Dorottya_Mathe

Bedlington Terrier: Der besonnene Lockenkopf

In den eigenen vier Wänden ist der Bedlington Terrier anhänglich, sanft und ruhig, nicht aufdringlich oder fordernd. Stehen gemeinsame Aktivitäten an, ist er jedoch sofort bereit und zeigt seine temperamentvolle Seite, zu der auch ein ausgeprägter Jagdtrieb zählt. Der mittelgroße, schlanke Hund ist schnell, ausdauernd, kameradschaftlich und eignet sich für erfahrene Halter und mit entsprechender Erziehung auch als Haus- und Familienhund. In puncto Pflege ist Bürsten und Kämmen erforderlich, Haare verliert er wenige bis gar keine.

Bedlington Terrier | Credit: iStock.com/ OkorokovaNatalya

Dogsharing: Tinder für Hundefreunde

Falls Sie an einer starken Allergie leiden, die das Zusammenleben mit einem Hund unmöglich macht, gibt es noch eine andere Chance: Sie leihen sich einen Vierbeiner über Österreichs Dogsharing-Plattform „hundelieb“. Dort suchen jede Menge Besitzer geeignete Hundefreunde für Unternehmungen mit ihrer Fellnase. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Autor: Simone Reitmeier, 03.05.2021