10 Hausmittel gegen Erkältung

1. Heißer Holundersaft zur Stärkung der Abwehrkräfte

Spezielle Teemischungen aus Salbei, Thymian oder Spitzwegerich sind zwar gesund, werden von den Kleinen aber oftmals verweigert. Eine gute Alternative zur Bekämpfung von Erkältungsviren ist heißer Holundersaft – optimalerweise aus selbstangesetzten Holunderblüten. Die darin enthaltenen Anthocyane gehen den Viren an den Kragen.

2. Topfenwickel bei Husten

Warme Topfenwickel wirken bei Husten und Bronchitis wahre Wunder.

Zutaten: 1 Tuch, etwas Milch und 125 g Speisetopfen.
Zubereitung und Anwendung:  Mit etwas Milch den Boden eines Kochtopfes bedecken und den Topfen hinzugeben. Beides unter ständigem Rühren erwärmen. Den warmen Topfen auf ein sauberes Tuch streichen und auf den Brustkorb legen, bis er bröckelt.

3. Selbstgemachter Schwarzer Rettich-Saft bei Husten

Zutaten: Schwarzer Rettich, Kandiszucker oder brauner Zucker.
Zubereitung und Anwendung: Die Rübe aushöhlen und mit Kandiszucker oder braunem Zucker befüllen. Den Rettich auf einen Teller stellen und einige Stunden ziehen lassen – nach und nach entsteht ein süß-scharfer Sirup.

Vor allem bei verschleimtem Husten mehrmals täglich fünf bis zehn Teelöffel pro Tag einnehmen. Tipp: Die Rübe auf ein Glas oder Gefäß setzen und ein Loch in den Boden stechen – so läuft der Saft direkt in das Glas. Eine Rübe kann übrigens mehrmals verwendet werden, hierzu die Fruchtfleischschicht abschneiden und die Mulde neu mit Zucker befüllen.

Als Alternative zum Rettich-Saft eignen sich folgende Rezepte:

Zwiebelsaft (geschmacklich äußerst gewöhnungsbedürftig)

Zutaten: Zwiebel, Kandiszucker oder Honig.
Zubereitung und Anwendung: Zwiebel würfeln und mit etwas Kandiszucker oder Honig bei schwacher Hitze aufkochen. Das Ganze eine Weile ziehen lassen, anschließend den Sud durch ein Tuch oder einen Kaffeefilter sieben. Mehrmals täglich einen Teelöffel einnehmen.

Tannenwipfelsaft

Zutaten: 300 g Tannenwipfel, 600 g Rohrzucker
Zubereitung und Anwendung: Im Glas abwechselnd die Tannenwipfel und den Zucker schichten. Die Wipfelschichten sollten knapp doppelt so hoch sein wie die Zuckerschichten, die Stapelung mit Zucker abschließen. Das Glas verschließen und auf einer Fensterbank mit viel Sonnenlicht ungefähr zwei Wochen stehen lassen. Wenn die Wipfel braun sind und der Sirup sich abgesetzt hat, kann der Sud durch ein Sieb oder Tuch abgefüllt werden. Den fertigen Sirup dunkel und kühl lagern. Bei Husten mehrmals täglich einen Teelöffel einnehmen.

4. Essigsocken gegen Fieber

Ehrlicherweise denken wir – wie wahrscheinlich viele andere auch – mit Schaudern an die Wadenwickel unserer Kindheit zurück. Dennoch müssen wir zugeben: Sie wirken und senken Fieber nachweislich. 

Zutaten: 2 Paar Wadensocken aus Wolle oder Baumwolle, 1 Liter körperwarmes Wasser, 2 EL Apfelessig.
Zubereitung und Anwendung: Wasser und Essig in eine Schüssel füllen. Wichtig ist, dass das Wasser nicht zu kalt ist. Nun die Sockenpaare eintauchen, auswinden und bis zu den Waden über die Füße ziehen. Das trockene Sockenpaar kommt darüber. Nach 15 Minuten werden die Socken wieder ausgezogen. Sollte das Fieber nicht sinken, die Anwendung nach einer Stunde wiederholen. Friert der kleine Patient, sollte auf die Behandlung verzichtet werden. 

Kind im Bett mit Erkältung | Credit: iStock.com/Wavebreakmedia

5. Zitronenwaschung gegen Fieber

Zutaten: 1 Waschlappen, 1 Zitrone, 25 Grad warmes Wasser.
Zubereitung und Anwendung: Zitrone auspressen und mit warmem (nicht heißem) Wasser mischen. Den Körper des Kindes schnell abreiben – dabei immer in Richtung Herz streichen. Nicht abtrocknen, dafür umgehend anziehen und ins warme Bett legen.

6. Quittengel und Salbei gurgeln bei Halsschmerzen

Zutaten: 1 Quitte und warmes Wasser.
Zubereitung und Anwendung: Die Kerne einer Quitte mit heißem Wasser übergießen und ziehen lassen – so entsteht das sogenannte Quittengel. Einen Teelöffel Quittengel mehrmals täglich gurgeln, das beruhigt gereizte Schleimhäute.

Alternativ kann auch mit Salbei gegurgelt werden.

Zutaten: ein gehäufter Teelöffel getrockneter Salbei, eine Tasse heißes Wasser.
Zubereitung und Anwendung: Salbei mit heißem Wasser aufbrühen, 30 Sekunden ziehen lassen. Die Kräuter abseihen und den Sud morgens und abends gurgeln.

7. Kartoffelwickel bei Halsschmerzen

Zutaten: 1 Tuch, 2 bis 3 gekochte Kartoffeln mit Schale
Zubereitung und Anwendung: Kartoffeln kochen und leicht zerdrücken. Anschließend etwas abkühlen lassen, in ein Tuch wickeln und plattdrücken. Wichtig: Am Handgelenk die Temperatur testen. Die Wickel auf den Hals legen, mit einem Schal fixieren und einwirken lassen, bis die Kartoffeln kalt sind.

8. Zwiebelsäckchen bei Schnupfen

Die ätherischen Dämpfe der Zwiebel wirken wahre Wunder.

Zubereitung und Anwendung: Zwiebel fein würfeln, in ein Stofftuch geben und in der Nähe des Bettes aufhängen.

9. Inhalieren bei Schnupfen

Inhalieren mit Salzlösungen oder ätherischen Ölen befeuchtet die Schleimhäute. Als Zusatz eignen sich außerdem Thymian, Salbei, Eukalyptus und Huflattich. Dosierung: Pro Liter Wasser einen Esslöffel Speisesalz sowie einen Esslöffel der getrockneten Kräuter zugeben. Die ganz Kleinen können durch die Küche getragen werden, während das Salzwasser am Herd köchelt. Für Kinder ab circa vier Jahren eignen sich spezielle Inhaliergeräte. Die häufig verbreitete Empfehlung, den Kopf über heißes Wasser zu halten und ein Handtuch darüber zu legen, birgt hingegen viele Unfallgefahren. Zudem verweigern Kinder diese Variante meist instinktiv.

Inhalieren gegen Schnupfen | Credit: iStock.com/EllenaZ

10. Warmes Fußbad gegen Erkältungsbeschwerden

Die Schleimhäute der oberen Atemwege sind mit den Fußsohlen über Reflexbahnen verbunden. Warme Füße helfen daher dabei, die Beschwerden bei Husten und Schnupfen zu lindern. Besonders wirkungsvoll: Wechselbäder. Hierzu beide Füße abwechselnd etwa 10 Sekunden in 18 Grad kaltes und fünf Minuten in 38 Grad warmes Wasser halten. Die Anwendung mit dem kalten Wasser beenden, danach die Füße gut abtrocknen und in warme Socken packen.

Autor: Sandra Eder, 30.11.2020