Wien: Missbrauchs-Verdacht in Kindergarten

Zwei Kiga-Pädagogen stehen im Verdacht, Kinder unabhängig voneinander sexuell missbraucht zu haben.
Autor: APA Chronik, 03.11.2022 um 08:31 Uhr

Pädagogen aus zwei Wiener Kindergärten werden unabhängig voneinander in zwei Fällen von Kindesmissbrauch beschuldigt. Im ersten Fall sei die zuständige Magistratsabteilung (MA) 10 von einer Kinderschutzorganisation informiert worden, dass in einem städtischen Kindergarten ein sexueller Übergriff verübt worden sein soll.

Der zweite Fall ist laut ORF-"Wien heute" bereits vor zwei Wochen bekanntgeworden. Ein anderer Kindergartenpädagoge soll im privaten Bereich einen sexuellen Übergriff auf ein Kind verübt haben.

Vermeintliche Täter von Kindern fernhalten

Beide Pädagogen sind aus dem Kinderdienst entlassen worden. Die Beschuldigten "dürfen während des gesamten Ermittlungsverfahrens nicht mehr in einer Kindergruppe arbeiten", betonte Ingrid Pöschmann, Sprecherin der Kinder- und Jugendhilfe der Stadt.

Ermittlungen gestalten sich schwierig

Die Erhebungen der Polizei sind noch nicht voll angelaufen. "Die beiden Fälle sind uns bekannt", hieß es am Donnerstag aus der Landespolizeidirektion auf APA-Anfrage. Es könne aber rechtlich noch niemand als Beschuldigter geführt und vernommen werden, da die Daten der Opfer noch nicht übermittelt wurden. Die für die Kindergärten zuständige MA 10 hat die Verdächtigen jedenfalls in den Innendienst versetzt. Warum die Daten der betroffenen Kinder laut Polizei von der informierten Opferschutzeinrichtung noch nicht an die Ermittler weitergeben wurden, wusste Burger nicht. Über weitere möglicherweise betroffene Kinder ist der MA 10 vorerst nichts bekannt. 

Betroffene Kindergärten nicht bekannt

Weitere Details sowie die betroffenen Kindergarten-Standorte nannten die Behörden laut dem Bericht "als Schutzmaßnahme" nicht. Die interne Aufklärungsarbeit sowie die Ermittlungen der Polizei seien am Laufen. Alle Eltern des betroffenen Kindergartens hätten am Mittwoch ein E-Mail von der MA 10 bekommen und seien darin über den Vorwurf informiert worden, hieß es in dem ORF-Bericht. Für die Eltern wurde außerdem eine Hotline eingerichtet, um akute Fragen zu beantworten und bei Bedarf an Kinderschutzeinrichtungen zu vermitteln.