Gewinnspiel: Abstimmen und 10 Faschingskrapfen gewinnen!

In Kärnten als Faschingshochburg Österreichs tritt das Corona-Virus als besonders humorloser Spielverderber auf. Die unzähligen Faschingssitzungen, auf denen die Gilden mit originellen Sketchen und artistischen Tanzeinlagen für grenzenlose Heiterkeit sorgen, fallen heuer samt und sonders ins Wasser. Zum Glück bleibt jedoch ein weiterer elementarer Bestandteil des Faschings von der aktuellen Situation unberührt. Der Faschingskrapfen, der kulinarische Botschafter der inoffiziellen fünften Jahreszeit, lässt zumindest auf dem Gaumen ein wenig närrisches Flair aufkommen und kann zudem mit einer äußerst traditionsreichen Geschichte auftrumpfen.

Von Rom aus an die Donau

Zwar muss die Erzählung, dass es sich bei dem Krapfen um das Endergebnis einer Küchenschlacht in der Bäckerei der Bäckermeisterin Cäcilie Krapf handelt, in das Reich der Legenden verbannt werden, doch die tatsächliche Entstehungsgeschichte der beliebte Süßspeise ist nicht minder faszinierend. Bereits im antiken Rom wurden mit Honig bestrichene sowie mit Mohn bestreute gebackene Kügelchen als süße Delikatessen zu besonderen Anlässen kredenzt. Im Gepäck römischer Kolonisten gelangten diese Leckerbissen in weiterer Folge in das heutige Wien, von wo aus sie sich im ganzen Land verbreiteten. Nachdem sie im 13. Jahrhundert zunächst als recht derbe Bauernkrapfen zur Stärkung der Beschäftigten der Bergbauernwirtschaft interpretiert wurden, avancierten sie schließlich im 19. Jahrhundert zu einer Luxusspeise. Ein damals aus Honigteig gefertigter und mit einem Rohrzuckerhäubchen versehener Krapfen kostete so viel wie ein vollwertiges Mittagessen.

Begehrt und verehrt

Das der Krapfen zum Inbegriff des Faschings wurde, hatte zunächst rein pragmatische Gründe: Das nährstoffreiche Gebäck sollte verhindern, dass arme Menschen oder Kinder durch die Entbehrungen der Fastenzeit gesundheitlichen Schaden erlitten. Mit dem 18. Jahrhundert begann jedoch der Aufstieg des Krapfens zur Kultmehlspeise und er hielt Einzug in die High Society Wiens. So sollen alleine während des Wiener Kongresses rund 10 Millionen Stück davon verspeist worden sein. In der Wiener Hofburg fand zudem jährlich ein „Krapfenschießen“ zur Faschingszeit statt und er stand außerdem Pate für Johann Strauß Sohns Polka „Im Krapfenwaldl“.

Mit Marillenmarmelade gefüllter, aufgeschnittener Krapfen vor einem Glas Milch

Eine Frage der (inneren) Werte

Als die klassische Faschingskrapfenfüllung gilt Marillenmarmelade und für Puristen kommt wohl auch keine andere infrage. Wer es mit diesem „Reinheitsgebot“ nicht ganz so streng nimmt, kann seine Krapfen mit einer Vielzahl weiterer Füllungen veredeln, die für ganz unterschiedliche Geschmackserlebnisse garantieren. Neben diversen weiteren Marmeladen eignen sich auch Powidl sowie Vanille- und Nougatcreme. Außerdem können die fertigen Krapfen noch mit Staubzucker oder einer Glasur überzogen werden. Einigkeit besteht jedoch darüber, wie ein waschechter Faschingskrapfen auszusehen hat. Er muss rundlich, goldgelb gebacken und von einem hellen Streifen umzogen sein. Sollte seine Konsistenz des Weiteren außen leicht knusprig und innen flaumig weich ausfallen, kann er mit Fug und Recht als perfekt bezeichnet werden.

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Faschingskrapfen-Gewinnspiel

Teilnahmeschluss: 14. Februar 2021, 23.00 Uhr

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Autor: Stefan Kohlmaier, 02.02.2021