Gewinnen Sie das Buch „Mehr als Brot“

In dem Buch „Mehr als Brot! Die Geschichte der Ersten Tiroler Arbeiterbäckerei“ spüren „Tiroler Eigenbrötler“ Karl Eller und Michael Svehla einem faszinierenden Kapitel der Innsbrucker Bäckerei- und Brotgeschichte nach: Dem Aufstieg und Niedergang der Ersten Tiroler Arbeiterbäckerei (ETAB). Hervorgegangen aus der Arbeiterbewegung, wuchs diese schnell zur größten Brotfabrik des Alpenraumes heran. In ihrer Hochblüte lieferte sie Backwaren in nahezu alle Teil Nordtirols. Dabei ging es in ihrer wechselvollen Geschichte tatsächlich um „mehr als Brot“. Ideale und Zielsetzungen der Arbeiterbewegung prägten das Unternehmen lange Zeit ebenso wie die Kriege, Krisen und politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts. Kurz vor dem 100-Jahr-Jubiläum schlossen sich schließlich die Tore der ETAB im Jahr 1999 für immer. 

Gestützt auf Originalquellen, zahlreiche Interviews und unzählige Farbfotografien zeichnen die beiden Autoren Karl Eller und Michael Svehla erstmals die Geschichte dieses außergewöhnlichen Tiroler Unternehmens auf. 

Weekend

Auszug (im Telegrammstil):
Von den schwierigen Anfangsjahren bis zum Bäckerjuwel der Alpen (1899 – 1934)
Von Karl Eller

 Elf Antragsteller waren es, die im Herbst des Jahres 1899 eine Genossenschaft mit der Bezeichnung „ETAB“ gründeten. Als Unternehmensziel wurden die Produktion und der Verkauf von Backwaren angegeben. In Innsbruck, in der heutigen Maximilianstraße, wurde eine stillgelegte Bäckerei gepachtet. Die ersten Jahre verliefen sehr turbulent. Mehrmals stand man kurz vor dem Aus. In diesen Jahren musste man auch noch in eine andere aufgelassene Bäckerei übersiedeln. Der große Einsatz von Persönlichkeiten der sozialistischen Arbeiterbewegung in Tirol, die Unterstützung von verschiedenen gewerkschaftlichen Teilbereichen der Arbeiterbewegung und die ständig steigende Nachfrage führten aber dazu, dass bereits im Jahre 1905 ein Grundstück in der Pradlerstraße in Innsbruck angekauft und eine moderne Bäckerei (Dampfbäckerei) errichtet werden konnte. Ein eigenes Filialnetz und mit dem Arbeiter-Konsumverein als Großkunden war man mit der Bäckerei in der Pradlerstraße bald an die Kapazitätsgrenze gestoßen. Nach nur zwei Jahren Bauzeit wurde im Innsbrucker Stadtteil Mühlau eine Großbäckerei gebaut, die als größte und modernste Bäckerei im Alpenraum galt. Um dieses Großprojekt zu finanzieren und zu organisieren, mussten auch sozialistische und gewerkschaftliche Organisationen über die Tiroler Landesgrenzen hinaus mit einbezogen werden. Im April des Jahres 1911 wurde die Großbäckerei feierlich eröffnet und in Betrieb genommen. Innerhalb von 12 Jahren wurde die ETAB zur größten Bäckerei des Alpenraumes, obwohl sie, sowohl von der Tiroler Wirtschaft (Lebensmittelhandel und Bäckereien), als auch von den politischen Gegnern im Land massiv bekämpft und diskreditiert wurde. Die ersten erfolgreichen Jahre wurden durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges jäh unterbrochen. Kriegs- und Notverordnungen bestimmten ab nun den Alltag der Großbäckerei. Facharbeitermangel und die Überbeanspruchung der Anlagen waren die Folge. Trotzdem gelang es der Betriebsführung immer wieder Mehllieferungen aus dem Osten Österreichs zu lukrieren, um für die notleidende Bevölkerung Brot zu einem erschwinglichen Preis zu produzieren. Die Nachkriegsjahre bis in die erste Hälfte der 30-iger Jahre waren gekennzeichnet von einem großartigen sozialen Engagement gegenüber dem verarmten Teil der Tiroler Bevölkerung. Dadurch hat sich die ETAB innerhalb von großen Teilen der Bevölkerung einen besonderen Ruf erarbeitet, der noch lange nachwirken sollte. Daneben gab es aber auch eine durchaus positive wirtschaftliche Entwicklung für diesen Zeitraum. Neben einem Erweiterungsbau und Investitionen wurden nunmehr auch Teig- und Konditoreiwaren produziert und das Filialnetz kontinuierlich ausgebaut.

„Mehr als Brot!“ Die Geschichte der Ersten Tiroler Arbeiterbäckerei (ETAB)
Ein rotes Arbeiterexperiment im schwarzen Tirol.

Aufgezeichnet von Karl Eller und Michael Svehla
Erschienen im Universitätsverlag Wagner
176 Seiten, zahlreiche bisher unveröffentlichte Fotografien
29,90 Euro 

www.uvw.at
www.tirolereigenbroetler.at

Gewinnspiel

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Autor: Manuela Fritz, 11.05.2021