15x1 Starterset von Oro del Camello Olivenöl

Wie kam es zu dieser Geschäftsidee? Wieso engagierst Du Dich neben Deinem "normalen" Beruf in der Tourismusbranche in Sachen Olivenöl?*

Es sind mehrere Gründen, die uns dazu bewegt haben.

  • Als Kind war ich immer mit meinem Opa in einem Olivenhain, den mittlerweile meine Mutter geerbt hat. Ein Teil unserer Produktion beziehen wir von diesen Olivenbäumen. Dort „durfte“ ich immer helfen (war nicht immer sehr motiviert), die Bäume haben mich wachsen gesehen und umgekehrt.
  • Die Suche nach etwas Authentischem, mit dem ich mich identifizieren kann, war immer mein Traum. Etwas, hinter dem ich zu 100% stehen kann und das mich zu 100% motiviert.
  • Das Oro del Camello ist mit einem grossen sozialen Engagement entstanden. Ich wollte immer etwas machen, das für die Entwicklung meiner Region, der Sierra Sur de Jaén, förderlich sein kann, wie zum Beispiel Arbeitsplätze generieren oder finanzielle Mitteln für die Bewohner schaffen damit sie das Land nicht verlassen müssen. Das beste Beispiel dafür ist mein Bruder, der 2018, als wie angefangen haben, arbeitslos war mit 2 Kindern. Ich dagegen hatte meinen Job in der Schweiz und konnte gut davon leben, war aber trotzdem nicht ganz glücklich damit.

Der richtige Weg lautet Mehrwert Generierung. Die meisten Bauern der Region haben ihren Fokus auf Quantität und nicht auf Qualität. Sie versuchen, so viel wie möglich zu produzieren umso viel wie möglich zu verdienen. Völlig falsch. Unser Paradigma ist Qualität statt grossen Mengen, um uns besser differenzieren zu können.

Worin liegen die größten Unterschiede von "Oro del Camello" und der Konkurrenz? (Geschmack, Geschichte, Farbe, Preis ...?)

Der Hauptunterschied ist die Vision. Das Oro del Camello möchte etwas verändern und nicht nur Olivenöl verkaufen. Wir wollen gleichzeitig faire Konditionen für die Produzenten und die Biolandwirtschaft in unsere Region schaffen.

Wir wollen auch dem Endkonsumenten zeigen, dass es sehr viele Olivensorten gibt (-Beim Wein weiss jeder, dass es mehrere Sorten gibt und dass sie unterschiedliche Eigenschaften haben) und, dass es für jede Gelegenheit bzw. jedes Gericht ein passendes Olivenöl gibt. Deshalb Vielfalt…

Vielfalt: haben momentan 4 verschiedene Sorten (wahrscheinlich mehr ab nächstem Jahr). Davon 3 sortenreine Öle und einen gemischter Satz. Wir setzen teilweise auf Olivensorten, die in unserer Gegend fast verschwunden waren. Diese Sorten haben weniger Ertrag und sind komplizierter zu ernten. Die daraus resultierenden Öle sind dafür interessanter wegen ihrer komplexeren Aromen und ihren fruchtigeren Geschmacksnoten.

Geschichte: Mein Urgrossvater, Aniceto Romero, hat vor ca. 120 Jahre ein Stück Land (die Gegend heißt „Carriles“, was „Wege“ oder „Pisten“ bedeutet) gekauft, um Kohle aus den wilden Steineichen zu gewinnen. Diese Kohle wurde von Kohlehändlern gekauft und nach Granada gebracht, um die Häuser im Winter zu heizen. Nachdem es keine Steineichen mehr gab, pflanzte er Olivenbäume. Er pflanzte so viele, dass heute ca. 30 verschiedene Familien einen Olivenhain besitzen und teilweise davon leben können.

International anerkannte Sorten wie „Picuda“, „Picual“ und „Hojiblanca“ sind mehrfach in internationalen Wettbewerbe prämiert worden. Diese drei Sorten werden in Zukunft gleich wie die Traubensorten Merlot, Cabernet Sauvignon oder Riesling Olivenölliebhabern ein Begriff sein.

Allgemein: Experten sagen, dass die andalusischen Olivenöle sehr kräftig im Geschmack sind. Unsere Öle sind keine Ausnahme, obwohl wir dieses Jahr mit dem neuen, sortenreinen „Hojiblanca“ ein milderes Produkt geschaffen haben.

Kleine Bauern: Wir und unsere befreundeten Bauern kümmern uns selbst um unsere Bäume und wissen von A bis Z was mit den Oliven passiert, die nachher zu Olivenöl verarbeitet werden. Das können andere Produzenten nicht garantieren.

Die Mühle: Sie pressen seit 3 Generationen Oliven und wissen genau, was zu tun ist, um hochwertiges Olivenöl zu produzieren.

Zur Produkt-Philosophie "Fair vom Anfang bis zum Ende": Das eine sind faire Preise für die Bauern. Aber worin genau liegt die Fairness für den Kunden und für die Umwelt?

Wir bieten dem Kunden nicht nur ein hochwertiges Olivenöl an, das günstiger ist als Öle derselben Klasse, sondern auch die Möglichkeit, die Bauern, die Oliven ernten, kennenzulernen. Fair, weil die Kunden wissen woher und von wen das kommt und, dass sie etwas gesundes Essen, das schmeckt.

Fair zur Umwelt, weil wir 1% des Gewinns in die Sensibilisierung der Bauern im Bereich biologische Landwirtschaft investieren. Alle unsere Bauern besitzen das Siegel für „Integrierte Produktion“ des Landes.

Sind neben Dir und Deinem Bruder noch weitere Familien-Mitglieder involviert?

Drei der Olivenhaine, die unser Oro del Camello möglich machen, gehören meiner Familie oder werden von ihr bewirtschaftet. Meiner Mutter gehört ein Olivenhain, mein Vater bewirtschaftet einen anderen Olivenhain und mein Bruder kümmert sich um einen Olivenhain, den seine Frau geerbt hat. Der Cousin meiner Mutter (auch Enkelsohn von Aniceto Romero) und unser Onkel verkaufen uns Oliven, um unser Öl daraus zu gewinnen. Insgesamt nutzen wir für 75% der Produktion unsere familieneigenen Oliven. Für die anderen 25% verwenden wir zugekaufte Oliven von befreundeten Bauern.

Euer Olivenhain umfasst nur 170 Bäume. Wie groß sind denn üblicherweise solche Haine: doppelt, fünfmal, zehnmal ... so groß?

Das kann man nicht genau sagen. Die Spanne geht von ein paar Quadratmetern bis hin zu  hunderten von Hektaren. Momentan ist kein Olivenhain bei ODC grösser als 1 Hektar. Unser Fokus liegt auf der kleinen Landwirtschaft. Diese Bauern sind diejenigen, die um das Überleben kämpfen müssen.

Was hat es mit dem ungewöhnlichen Namen auf sich? Bei "Kamelgold" würde ich nicht zuerst an Olivenöl denken.

Der Berg wo sich der Olivenhain meiner Mutter befindet heisst „el Camello“, weil ganz oben ein grosser Stein steht, der wie ein Kamel ausschaut.

Die Andalusier sind bekannt für ihren Humor. Sie sind mit Abstand die lustigsten Spanier (das sage natürlich nicht nur ich). Auch hier wollten wir keine Ausnahme sein.

Der Name ODC ist eine Parodie auf zwei grosse Olivenöl Marken (das Oro de Bailen und das Oro del Desierto). Mein Bruder hatte die Idee, da man in Spanien den Drogendealer „Camello“ nennt. Wir fanden es ganz lustig. Noch dazu kommt das auf unser Logo ein Dromedar und kein Kamel zu sehen ist…

Das ODC ist alles andere als steif… Wir nehmen Termine wahr mit unseren ODC Hoodies und Kappen. Wir wollen Spass haben und den Leuten gleichzeitig etwas Gutes zum Essen geben. Sie sollen sich gut fühlen, da sie etwas Gutes für die Menschen und die Umwelt tun, wenn sie ODC kaufen.  

Mehr Infos auf camello.at

Gewinnspiel

15x1 Starterset feinstes Olivenöl gewinnen!

Teilnahmeschluss: 31. Mai 2021, 18 Uhr

Bitte Wenn Sie an diesem Gewinnspiel teilnehmen wollen!

Autor: Weekend Magazin Vorarlberg, 24.03.2021