Mapping the Unseen: Kunst als Wissenschaft

"Mapping the Unseen" macht gesellschaftlich Nicht-Gesehenes, Nicht-Besprochenes ausfindig und durch Kunst sichtbar und besprechbar. Basierend auf dem Kunstformat schau.Räume, öffnet "Mapping the Unseen" Türen für tabuisierte soziale Themen an verschiedenen Orten in leerstehenden Geschäftsräumen. Als artistic-research-Projekt kann es als forschendes Labor zu gesellschaftlichen Themen verstanden werden, das sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst bewegt. Kunst fungiert hierbei nicht als rein ästhetisches Moment, sondern als Grundlage für Erkenntnisgewinn.

Tabu-Themen

Welche Themen untersucht werden, ergibt sich durch Partizipation von KünstlerInnengruppen aus Kroatien, Iran und Bangladesch, sowie durch Einbindung von aus diesen Ländern migrierte Menschen. Nach der Umsetzung in den jeweiligen Ländern, kommt das Projekt auch nach Österreich und geht der Frage nach, inwieweit das gewählte Thema auch hier tabuisiert ist.

Verschiedenen Formen

Öffentlich zugängliche Veranstaltungen, die als Interventionen in Leerständen realisiert werden, laden mit Theater, Performances, Installationen sowie Diskussionen ein, aktiv mitzumachen und somit an der Forschung teilzuhaben. Mit dem Thema LGBTIQ startete die erste Veranstaltungsreihe in Zagreb, die nun in Teilen mit neuen Programmpunkten vom 14. bis 21. Februar 2020 in der 8.-Mai-Straße 28, Raum 8 in Klagenfurt stattfindet.

Ausstellung

Das Projekt wird in Kärnten im Februar und August 2020 sowie im Februar 2021 zu seshen sein, und ab Mai 2021 werden die realisierten Räume und die Ergebnisse der Forschung als Animation in einer interaktiven Form zugänglich gemacht. Die virtuellen Mappings werden im Kunstraum Lakeside in Klagenfurt präsentiert.

Autor: Mirela Nowak-Karijasevic , 30.01.2020