Smartphone-Kauf: Das ist wichtig

Die Redewendung "die Qual der Wahl haben" zeigt sich bei Smartphones besonders. Sie können zwar aus einer unglaublichen Auswahl das für Sie passende Modell herauspicken. Allerdings ist dies auch mit etwas Aufwand verbunden, weil Sie so viele Wahlmöglichkeiten haben. Darüber hinaus gibt es auch noch verschiedene Mobilfunkbetreiber, mit denen Sie sich ebenso auseinandersetzen sollten. Sie müssen also nicht nur das passende Handy finden, sondern auch noch die besten Handyverträge vergleichen. Es lohnt sich jedoch, etwas Zeit zu investieren, weil Sie dann länger Freude an Ihrem neuen Smartphone haben.

Die wichtigsten Punkte beim Handykauf sehen folgendermaßen aus:

  • Das Betriebssystem
  • Die Performance
  • Das Display
  • Die Größe und das Gewicht
  • Die Qualität der Kamera

Das Betriebssystem: Android oder iOS?

Grundsätzlich gibt es heutzutage nur noch zwei verschiedene Betriebssysteme für Smartphones, die noch relevant sind: Googles Android und Apples iOS. Früher zum Teil genutzte Systeme wie Firefox OS, Blackberry oder Windows Phone von Microsoft sind mittlerweile obsolet. Etwa 13 Prozent der aktuell verkauften Smartphones laufen mit iOS. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Apple-eigene Handys, also iPhones. So gut wie alle anderen Smartphones laufen mit Android.

Falls Sie also bereits andere Apple-Produkte wie beispielsweise ein MacBook o. Ä. nutzen, bietet sich ein iPhone als Smartphone an. Die Umgebung sowie die Handhabung sind ähnlich und die Kommunikation zwischen den Geräten läuft meist nur dann problemlos, wenn die Produkte mit kompatiblen Systemen arbeiten.

Die Wahl des Betriebssystems hat auch einen großen Einfluss auf den Preis. Während die iPhones eher in der Luxus-Klasse angesiedelt sind, haben Sie bei den Android-Smartphones ein weitaus breiteres Feld zur Auswahl. Auch hier finden sich Handys auf dem neuesten technischen Stand, aber auch Low-Budget-Modelle.

Das Betriebssystem hat auch einen Einfluss auf die verwendbaren Anwendungen auf dem Smartphone, da die App-Stores der beiden Anbieter nicht exakt die gleichen Inhalte aufbieten. Die gängigsten Apps sind jedoch sowohl unter Android als auch unter iOS verfügbar.

Die Performance: CPU und RAM entscheidend

Für die Geschwindigkeit des Smartphones sind in erster Linie der Prozessor und der Arbeitsspeicher entscheidend. In den modernen Handys werden mittlerweile Prozessoren mit zehn Kernen verbaut, aber auch Octa-Core, Hexa-Core und Quad-Core-Chips finden sich in aktuellen Modellen. Dabei verhält es sich ähnlich wie bei Prozessoren für den Desktop-PC: Die Leistung wird in der Taktrate (Mhz) angegeben. Je höher die Taktrate, desto schneller kann die CPU Berechnungen durchführen.

Neben einem leistungsstarken Prozessor ist aber auch ein ausreichend großer Arbeitsspeicher notwendig, da die Leistung sonst nicht richtig genutzt werden kann. Mittlerweile gehören mindestens 2 GB RAM zum Standard. Für aufwändige Apps oder Games ist sogar etwas mehr zu empfehlen. Dabei ist natürlich auch der Preis entscheidend. Falls Sie auf etwas Leistung verzichten, können Sie etwas Geld sparen.

Eine etwas schwächere CPU hat zudem noch einen weiteren Vorteil: weniger Stromverbrauch. Das bedeutet, dass der Akku für eine gleiche Laufzeit nicht ganz so leistungsstark sein muss, was sich ebenfalls im Preis niederschlägt. High-End-Modelle verfügen oft über einen Akku mit 3.200 bis 5.000 mAh. Günstigere Modelle kommen auch mit einem Akku mit 2000 mAh aus, müssen aber nicht unbedingt früher an die Steckdose, weil sie weniger Strom verbrauchen.

In jedem Fall sollten Sie bei der Auswahl des Smartphones auch die Akkulaufzeit berücksichtigen, die je nach Systemeinstellungen und Hardwarekomponenten unterschiedlich ausfällt. Eine Quick-Charge-Funktion ist ebenfalls empfehlenswert, da so innerhalb kurzer Zeit der Akku wieder ausreichend geladen werden kann.

Das Display entscheidet über die Größe

Zu den wichtigsten Komponenten eines Smartphones gehört natürlich das Display. Das darf nicht zu klein sein, sodass alle dargestellten Informationen gut zu erkennen sind. Die Auflösung sollte bei einer Größe von fünf Zoll mindestens 1.280 x 720 Pixel betragen. Damit ist die Darstellung in HD-Qualität möglich. Für Full HD sind 1.920 x 1.080 Pixel nötig.

Darüber hinaus sind noch Werte wie Kontrast und Helligkeit für die Qualität eines Displays entscheidend. Vor dem Kauf lohnt es sich durchaus, einen Blick auf ein Vorführgerät zu werfen, damit Sie sich selbst ein Bild von der Displayqualität machen können. Als Alternative können auch die zahlreichen Testberichte von Smartphones im Internet herhalten.

Die Größe des Displays entscheidet letztendlich auch über die Größe und das Gewicht des Handys. Die Auswahl sollten Sie Ihren Vorstellungen entsprechend treffen. Smartphones unter fünf Zoll sind jedoch mittlerweile eine Seltenheit und ab 6,5 Zoll wird es langsam schwierig, das Handy gemütlich mit einer Hand zu bedienen. Allerdings verbessert sich mit einem größeren Display auch der Genuss von Videos, Filmen und Serien sowie von Handyspielen.

Die Qualität der Kamera

Smartphones lösen Digitalkameras ab. Für Instagram oder die eigene Fotosammlung darf aber selten ein Kompromiss bei der Qualität gemacht werden. Daher ist die Qualität der Kamera von entscheidender Bedeutung. Das Problem liegt hier darin, dass allein durch die technische Spezifikation wie Megapixelanzahl etc. wenig Rückschlüsse auf die Qualität der Linsen und schlussendlich auch auf die Qualität der Fotos gezogen werden können. Auch hier sollten Sie daher einen Experten zu Rate ziehen oder Testberichte von einschlägigen Technikmagazinen nutzen.

Wird das Gesamtbild betrachtet, kommt es bei der Wahl des Smartphones darauf an, zwischen Leistung und Preis abzuwägen. Wenn Sie bereit sind, mehr Geld auszugeben, erhalten Sie einen leistungsstarken Computer für die Hosentasche mitsamt hervorragender Kamera. Es muss aber nicht für jedermann jedes Jahr das neue High-End-Modell sein. Auch preisgünstige Smartphones können mit einem guten Gesamtpaket überzeugen. Indes gibt es spezielle Handys für Senioren.

Autor: Ute Daniela Rossbacher , 27.01.2020