Die besten Einrichtungsstile und Ideen für geschmackvolles Wohnen

Puristischer Stil

Schlichte Moderne. Ausschlaggebend beim puristischen Wohnstil ist, sich auf das Wesentliche zu beschränken, ganz nach dem Motto „Weniger ist mehr“: Sichtbetonwände treffen auf gemütliche Sofalandschaften, schlichte, große Holztische dominieren das gesamte Esszimmer. Das sorgsam ausgewählte Mobiliar ist dabei präzise angeordnet, sodass die Funktion des Raums sogleich erkennbar wird und das Zimmer offen, hell und frei wirkt – auf Dekoration wird größtenteils verzichtet. Farblich setzt der puristische Stil auf Dunkel-Hell-Kontraste: Schwarz-Weiß etwa akzentuiert Klarheit, Blau-Weiß sorgt für Urlaubsstimmung, Rot-Grau hingegen für ein edles Ambiente. Farbliche Akzente werden lediglich mit ­einigen wenigen Grünpflanzen gesetzt.

Rustikalstil

Gemütlich mit Holz. Holz, wohin das Auge reicht – der angesagte Rustikalstil setzt den natürlichen Rohstoff in den Mittelpunkt. Vollholz-Möbel, ob schlicht, mit dezentem Muster oder klobig, beherrschen die Räume, ­gerne sind auch Decke, Böden und Wände aus heimischen Hölzern. In der Ecke prasselt das Feuer im offenen Kamin, Sofa und Sessel sind mit kuscheligen Decken und Pölstern ausgestattet. Accessoires mit Hirschgeweih-Druck oder im Kuhfell-Look sorgen für alpinen Hüttenstyle, puristische Möbelstücke und Einrichtungselemente wie Glastische oder Ledersofas bringen einen modernen Touch in den Hüttenstil.

Skandinavischer Stil

Nordische Klarheit. Natürliche Materialien, freundliche Farben und klare Formen machen den Skandinavischen Einrichtungsstil aus. Nach dem Motto „Keep it simple“ ist das Design geradlinig und ohne jeden Schnörkel, das Möbelstück selbst praktisch. Der Holzreichtum Skandina­viens spiegelt sich in der Einrichtung wider – Regale, Tische, Stühle und Betten werden aus heimischen Hölzern gefertigt, allen voran helle Hölzer wie Fichte, Birke oder Kiefer. Generell wird viel Wert auf natürliche Materialien gelegt – Baumwolle, Leinen und Leder dominieren das ­Interieur. Und um dem langen Winter seine Strenge zu nehmen, greift der Skandinavische Stil auf klare Farben zurück – ob Pastelltöne oder strahlende, kräftige Töne, Hauptsache Farbe.

Shabby Chic

Alles andere als schäbig. Mit einer Mischung aus Erbstücken, Flohmarkt-Raritäten und Selbstgemachtem präsentiert sich der relativ junge Stil „Shabby Chic“, wörtlich übersetzt „schäbiger Schick“. Namensgeberin ist die britische Innenarchitektin Rachel Ashwell (*1959), die mit ihrer Kombination aus Altem, Neuem und Kuriosem einen gemütlichen und sehr heimeligen und persönlichen Stil initiierte. Charakteristisch sind zarte, matte Töne und romantische Blumendekors. Auf Möbelstücken mit natürlichen oder künstlich herbeigeführten Gebrauchsspuren thronen schimmernde, wertvolle Vasen oder Kerzenhalter. Und das Sofa wirkt erst richtig mit selbst gestrickten oder gehäkelten Kissen.

Landhausstil

Nostalgische Romantik. Unbeschwert, entspannend und mit einem Hauch von Romantik versehen präsentiert sich der Landhausstil. Typisch sind natürliche Materialien wie Holz, Rattan, Keramik oder Stein, bei Textilien dominieren vor allem Baumwolle, Leder und festes Leinen. Tonangebend ist die Farbe Wollweiß, gepaart mit hellen, zarten Tönen, gerne durchbrochen von vereinzelten dunklen Holzmöbeln. Traditionelle Muster wie Karo, Streifen oder Punkte treffen im Landhaus-Look auf Porzellan mit floralem Dekor. Und der Garten ist stets präsent – ob durch frische Garten- und Wiesenblumen, Kissen mit Blumendruck oder nostalgische Gartengeräte aus Zink oder Kupfer.

Mediterraner Stil

Die Sonne zu Hause. Charakteristisch für den mediterranen Stil sind offene, helle Räume, in denen schnörkellose Holz­möbel aus Oliven-, Pinien- oder Walnussholz ausreichend Platz finden. Für den südländischen Flair sorgen Terrakotta-Fliesen in dunklem Bordeaux-Rot oder Sandton, ebenso dürfen Tongefäße sowie Flechtwerk aus Rattan, Korb oder Hyazinthen­fasern nicht fehlen. Die mediterrane Terrasse punktet mit schmiedeeisernen Möbeln, gerne verziert mit bunten Mosaiken oder kleinen, farbigen Fliesen.

Retro-Stil

Knallige Zeitreise. Zurück in die 60er- und 70er-Jahre geht es beim Retro-Stil. Typisch sind organische Formen bei Möbeln sowie grafische Muster bei Prints und Textilien. So harmoniert der Nierentisch optimal mit der Tapete mit großflächigem Grafik-Print oder der Plastiksessel mit dem Pop-Art-Bild und dem grellen Flokati-Teppich. Der Retro-Stil ist schwungvoll und experimentiert mit Formen und Materialien – Holz schmiegt sich an Plastik – und verschiedenste Stoffe werden miteinander kombiniert, wie Plüsch mit Leder oder Leinen mit Strick. Charakteristisch sind auch Knallfarben, allen voran Orange, Pink oder giftiges Grün.

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09.05.2017