Zwei tödliche Hai-Attacken an einem Strand in Ägypten

Am Freitag starben zwei Frauen durch den Angriff eines Mako-Hais.
Autor: APA Chronik, 04.07.2022 um 08:52 Uhr

In Ägypten vor der Küste von Sahl Hasheesh hat es am Freitag eine zweite tödliche Hai-Attacke gegeben.

Zweite Frau wurde getötet

Das österreichische Außenministerium bestätigte einen Bericht, wonach eine weitere Frau am selben Strand von einem Raubtier tödlich verletzt wurde. Nach den Angriffen, bei der auch eine Österreicherin ums Leben gekommen ist, haben Verantwortliche der Provinz am Roten Meer mehrere Strände sperren lassen.

War es derselbe Hai?

Die Nationalität des zweiten Opfers ist nicht bekannt. Laut Ministerium handelt es sich aber um keine Österreicherin. Es ist auch unklar, ob es sich um dasselbe Tier gehandelt hat. Wie das ägyptische Umweltministerium  mitteilte, wurden beide Frauen am Freitag in Sahl Hasheesh südlich des Badeorts Hurghada von einem Hai attackiert.

Strände wurden gesperrt

Das Ministerium leitete nach dem Vorfall eine Untersuchung ein. Laut Medienberichten wurden alle "Meeresaktivitäten" an mehreren Stränden verboten, einschließlich Tauchen, Schnorcheln, Windsurfen, Drachensegeln und Fischen.

Österreicherin hinterlässt eine Tochter

Die Österreicherin wurde beim Schwimmen mit Flossen in der Bucht angegriffen. Die 68-jährige Tirolerin war mit ihrem ägyptisch-stämmigen Lebensgefährten am Strand und hat sich in einem zum Schwimmen freigegebenen Gebiet aufgehalten. Touristen verfolgten die tragischen Szenen von einem Steg aus. Einige versuchten noch, die Frau mit einem Seil aus dem Wasser zu ziehen. Laut Medien soll ihr das Tier ein Bein und einen Arm abgerissen haben. Das Opfer wurde noch in ein Privatkrankenhaus gebracht. Allerdings starb die Frau an einem Kreislaufversagen wegen des plötzlichen Blutdruckabfalls aufgrund ihrer Verletzungen und ihres Blutverlusts. Sie hinterlässt eine Tochter.

Tiere durch Abfälle oder Köder angelockt

Wie lokale Medien berichten, soll es sich bei dem Tier um einen Mako-Hai handeln. Dieser kann eine Länge von etwa zwei bis vier Metern und ein Gewicht von 590 Kilogramm erreichen. Ein Mako-Hai kann bis zu 70 km/h schnell schwimmen. Das Rote Meer ist unter anderem für Taucher ein beliebtes Reiseziel. Angriffe von Haien sind dort eigentlich sehr selten. Möglicherweise werden die Tiere durch Abfälle angelockt oder durch - eigentlich verbotenes - Futter und Köder von Ausflugsbooten.