Zug gegen Bus: Fahrer verstorben

Nach dem tragischen Unfall auf einem unbeschränkten Bahnübergang in Tirol gestern, ist heute der Busfahrer seinen schweren Verletzungen erlegen. Zwei schwer verletzte Kinder kämpfen noch ums Überleben.
Autor: APA Chronik, 21.10.2022 um 11:58 Uhr

Ein 45-jähriger Buslenker, der mit seinem Fahrzeug am Donnerstag in Pflach (Bezirk Reutte) mit einem Güterzug kollidierte, ist laut Polizei Donnerstagabend in der Klinik Innsbruck seinen schweren Verletzungen erlegen. Er war gegen 7.00 Uhr am Steuer eines Schulbusses aus noch unbekannter Ursache an einem unbeschrankten Bahnübergang auf die Gleise geraten. Zwei Kinder wurden bei dem Unfall ebenfalls verletzt.

Der Bus wurde rund 30 Meter mitgeschleift, touchierte einen Oberleitungsmast und kam dann zum Stehen. Der einheimische Buslenker sei aufgrund der Rotation des Fahrzeugs aus dem Bus geschleudert worden und rund 20 Meter neben den Gleisen zu liegen gekommen, so die Exekutive. Er wurde in die Klinik nach Innsbruck geflogen. Die zwei Kinder - ein deutsches Geschwisterpaar im Alter von elf und 13 Jahren - wurden verletzt.

Ungesicherter Bahnübergang gilt als besonders gefährlich

Der Bahnübergang verfügt weder über eine Lichtzeichenanlage noch über Schranken und war lediglich durch Verkehrszeichen gesichert. Warum der Linienbus in den Bahnübergang einfuhr, war indes weiter unklar, so die Polizei gegenüber der APA. Der Unfallhergang war Gegenstand von Ermittlungen.