Vater und Sohn missbrauchten gemeinsam 15-Jährige

Das Vater-Sohn-Duo filmte die Tat auch noch mit, am nächsten Tag randalierten beide.
Autor: APA Chronik, 29.08.2022 um 15:30 Uhr

Ein damals 17-Jähriger und sein Vater haben im März in einer Wohnung in Floridsdorf ein durch Alkohol und Drogen beeinträchtigtes, 15-jähriges Mädchen missbraucht und die Tat auch noch gefilmt.

Zwei und 6,5 Jahre Haft

Die beiden bekamen zwei bzw. 6,5 Jahre Haft. Die Urteile sind bereits rechtskräftig. Zur Anklage gebracht wurde neben dem Missbrauch einer wehrlosen Person und der pornografischen Darstellung einer minderjährigen Person auch eine absichtlich schwere Körperverletzung.

Erst vor Gericht gestanden beide

Die beiden, die sich im Ermittlungsverfahren nicht geständig gezeigt hatten, gaben vor Gericht nun alles zu. Allerdings wollten sie keine weiteren Aussagen machen. "Man kann auf Frauen nicht einfach so zugreifen. Das ist kein Selbstbedienungsladen", sagte Richter Philipp Krasa. "Frauen müssen in Ruhe gelassen werden."

Vater feierte mit den Teenies mit

Der damals 17-jährige Rumäne hatte am 25. März mit Freunden im Stadtpark gefeiert, wo auch die 15-Jährige mit dabei war. Bereits dort wurde reichlich Alkohol und Drogen konsumiert, ehe die Gruppe in die Wohnung des 18-Jährigen fuhr, weil er "sturmfrei" hatte, wie er berichtete. In der Wohnung angekommen, wurde weiter gefeiert - auch als der 45-jährige Vater in der Zwischenzeit nach Hause kam.

Täter hat selbst eine 14-jährige Tochter

Irgendwann schlief die 15-Jährige ein und der Vater, der noch eine 14-jährige Tochter hat, sowie der Sohn nutzten die Wehrlosigkeit "schamlos aus", so die Anklägerin. Das Mädchen bekam von den Übergriffen überhaupt nichts mit und war um so schockierter, als sie von den Filmaufnahmen und den anderen Partyteilnehmern erfuhr, was geschehen war. Die Aufnahmen wurden sogar herumgereicht. Die 15-Jährige erstattete daraufhin Anzeige.

Am nächsten Tag randalierte der Sohn

Am darauf folgenden Tag wurden die bisher unbescholtenen Männer erneut straffällig. Der Sohn randalierte im 15. Bezirk, indem er gegen Autos und Baustellengitter trat. Passanten wollten ihn daraufhin zur Rede stellen. Im Innenhof einer Wohnanlage in der Pillergasse wurde er von mehreren Verfolgern umzingelt.

Schlag mit der Eisenstange auf den Kopf

Einem 33-Jährigen, der erst später hinzukam, wurde plötzlich von dem Vater mit einer Eisenstange gegen den Kopf geschlagen. Der Schlag war laut Gerichtsmediziner Wolfgang Denk "sehr kräftig" und zog einen Schädelbruch mit teilweiser Einblutung ins Gehirn nach sich. Danach versetzte der Sohn dem auf dem Boden Liegenden auch noch Fußtritte, ehe die beiden flüchteten. Der 45-Jährige muss dem schwer verletzten Mann ein Schmerzengeld in der Höhe von 5.620 Euro zahlen.