USA: Mörder tötet auf Flucht vier Kinder

Ein verurteilter Mörder brachte auf seiner Flucht vier Kinder und einen Erwachsenen um. Der Mann war im Mai bei einem Gefangenentransport entkommen.
Autor: APA Chronik, 03.06.2022 um 11:17 Uhr

Ein vor rund drei Wochen entflohener Häftling, der auf der Flucht vier Kinder und einen Erwachsenen ermordet haben soll, ist bei einem Schusswechsel mit der Polizei im US-Bundesstaat Texas getötet worden. Beamte hätten den 46-Jährigen am Donnerstagabend (Ortszeit) nach einer Verfolgungsjagd in einem gestohlenen Wagen in der Kleinstadt Jourdanton im Bezirk Atascosa gestellt, teilte die texanische Strafjustizbehörde mit. Der Mann - ein verurteilter Mörder - sei mit einem Schnellfeuergewehr und einer Pistole bewaffnet gewesen und habe sofort das Feuer eröffnet. Die Polizisten seien unverletzt geblieben, hieß es weiter.

Fünf Menschen getötet

Stunden zuvor hatten Beamte in einem Wochenendhaus nahe Centerville im Bezirk Leon die Leichen von einem Erwachsenen und vier Kindern entdeckt. Ein Verwandter hatte die Polizei alarmiert, weil er nichts von der aus Houston stammenden Familie gehört hatte, wie örtliche Medien berichteten.

Es wurde vermutet, dass der Flüchtige sich in der Hütte versteckt und die eintreffende Familie getötet hat. Dann soll der Kriminelle den Pick-up der Familie gestohlen haben. "Er hat offensichtlich keine Achtung vor dem menschlichen Leben", sagte Jason Clark von der texanischen Strafjustizbehörde. Der Verdächtige habe keine Verbindung zur Familie.

Bei Transport geflüchtet

Der 46-Jährige, der früher einem mexikanischen Verbrechersyndikat angehört haben soll, war am 12. Mai bei einem Gefangenentransport im Leon County entkommen, nachdem er den Busfahrer mit einem Messer angegriffen hatte. Er saß wegen Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe ab.

An der Fahndung hatten sich rund 300 Beamte mit Hilfe von Spürhunden und Hubschraubern beteiligt. Es werde eine eingehende Untersuchung geben, um zu klären, wie sich der Flüchtige in dem Bus habe befreien und an ein Messer gelangen können, hieß es von der Strafjustizbehörde.