Nepal: Mindestens 68 Tote bei Flugzeugabsturz

Zum Crash kam es kurz vor der Landung in Pokhara, etwa es 200 Kilometer nordwestlich von Kathmandu. An Bord der Yeti Airlines-Maschine waren 72 Menschen, darunter auch Europäer. Einige der Leichen konnten bereits geborgen werden.
Autor: APA Chronik, 15.01.2023 um 09:22 Uhr

In Nepal sind bei einem Flugzeugabsturz am Sonntag mindestens 68 Menschen gestorben. Die Maschine mit 72 Menschen an Bord sei in Pokhara im Westen des Landes aufgeschlagen, sagte der Sprecher der Luftfahrtbehörde, Jagannath Niroula. Unter den Passagieren seien auch zehn, teils europäische Ausländer gewesen, informierte der Sprecher der Fluglinie Yeti Airlines, Sudarshan Bartaula. Es handle sich um einen Inlandsflug mit einer Maschine vom Typ ATR 72. 

Flugunfälle keine Seltenheit

Der staatliche Fernsehsender berichtete, einige Leichen seien geborgen worden. In Videoaufnahmen war dicker, schwarzer Rauch über der Absturzstelle zu sehen. Rettungskräfte waren vor Ort, Menschentrauben sahen ihren Arbeiten zu. Flugunfälle sind im Hochgebirgsland Nepal mit den 14 höchsten Gipfeln der Welt wegen plötzlicher Wetterwechsel und dann gefährlicher Flugbedingungen im Vergleich zu anderen Ländern keine Seltenheit. Pokhara liegt etwa 200 Kilometer nordwestlich von Kathmandu und ist Ausgangspunkt für zahlreiche Trekkingtouren im Himalaya, darunter die Annapurna-Runde. In der bergigen Region gab es schon mehrere Flugzeugabstürze. Im vergangenen Jahr starben bei einem Absturz auf der Flugroute Pokhara-Jomsom 22 Menschen, darunter 2 Hessen.

An der Unfallstelle bilden sich Menschentrauben. | Credit: YUNISH GURUNG / AFP / picturedesk.com

Auch Europäer an Bord

29 Leichen seien bisher geborgen worden, sagte ein Polizeisprecher in Pokhara der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Rund 300 Polizisten und zusätzlich Armeeangehörige seien für Rettungsarbeiten vor Ort, sagte der Sprecher. Der Flieger verunglückte kurz vor der Landung. An Bord seien neben Nepalesen auch Inder, Russen, Koreaner, sowie je eine Person aus Irland, Argentinien und Frankreich gewesen, berichtete die indische Nachrichtenagentur ANI unter Berufung auf Flughafenbehörden. Der nepalesische Premierminister Pushpa Kamal Dahal sprach seinen Kummer aus und wies Sicherheitskräfte, alle Behörden der nepalesischen Regierung und Einheimische an, bei den Sicherheitsarbeiten zu helfen.