Tote nach Kollision von Weltkriegsfliegern in den USA

Eine Flugshow mit historischen Maschinen anlässlich der „Veterans Day“ in Dallas (Texas) geriet zum Desaster. Mehrere Menschen kamen ums Leben, als ein Bomber und ein Jagdflugzeug ineinander krachten.
Autor: APA Chronik, 13.11.2022 um 16:38 Uhr

Nach dem Zusammenstoß zweier Maschinen aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs bei einer Flugshow in Dallas im US-Bundesstaat Texas werden mehrere Tote befürchtet. Die Zahl der Opfer sei noch nicht bestätigt, teilte Bürgermeister Eric Johnson am Samstagabend (Ortszeit) mit. Zuschauer am Boden seien aber nicht zu Schaden gekommen, schrieb er auf Twitter. An Bord der beiden Flugzeuge waren bis zu sechs Besatzungsmitglieder, teilte der Veranstalter mit. Es habe sich um einen Bomber vom Typ Boeing B-17 Flying Fortress ("Fliegende Festung") und ein Bell P-63 Kingcobra-Jagdflugzeug gehandelt. In der ersten Maschine seien bis zu fünf Menschen gewesen, in der zweiten nur der Pilot.

Anzahl der Opfer ungewiss

Auf Videos in Medien und sozialen Netzen ist zu sehen, wie das schnelle Jagdflugzeug seitlich in die viermotorige Boeing kracht, diese auseinanderbricht und beide Maschinen dann zu Boden stürzen. Anschließend sind eine Explosion und ein Feuerball zu sehen. Über mögliche Opfer könne er nichts sagen, da jetzt die Bundesbehörden ermittelten, sagte der Veranstalter weiter. Offiziell gab es zunächst keine Angaben zu möglichen Toten. Eine Pilotengewerkschaft teilte jedoch mit, zwei ihrer früheren Mitglieder seien an Bord einer der Maschinen ums Leben gekommen. Noch sei unklar, wie viele Personen genau in den beiden Maschinen gewesen seien, teilte die US-Luftfahrtaufsicht FAA auf Anfrage mit.

Ursache bis dato ungeklärt

Neben der FAA untersucht auch die US-Behörde für Transportsicherheit (NTSB) das Unglück. Der Unfall ereignete sich bei einer Show zum Weltkriegsgedenken, die rund 4.000 Besucher zählte. Am Freitag hatten die USA den "Veterans Day" begangen, einen Feiertag zu Ehren der Veteranen. Er könne sich das Unglück nicht erklären, sagte der Veranstalter vor Journalisten. Beide Maschinen hätten keine riskanten Manöver ausgeführt. Die Flugzeuge würden zudem sorgfältig gewartet. Die eingesetzten Piloten seien sehr erfahren und stammten aus der kommerziellen Luftfahrt oder dem Militär. "Es gibt einen sehr strengen Prozess der Überprüfung und des Trainings", ergänzte er. Die Veranstaltung, die am Sonntag weitergehen sollte, wurde nach dem Unglück abgesagt.