Terror-Prozess: Drastische Strafen
Im Prozess gegen sechs mutmaßliche Unterstützer des Attentäters von Wien, der 2020 vier Passanten getötet hatte, ehe er von der Polizei erschossen wurde, sind drastische Freiheitsstrafen verhängt worden – darunter zwei Mal lebenslange Haft.
Zwei Mal Höchststrafe „lebenslang“ verhängt
Das Schwurgericht verhängte über die vier Angeklagten wegen terroristischer Straftaten in Verbindung mit Beteiligung am Mord zwei Mal die Höchststrafe, einmal 20 und einmal 19 Jahre Haft. Zwei Angeklagte wurden zwar vom Vorwurf der Beteiligung am Mord freigesprochen. Sie fassten jedoch wegen Mitgliedschaft in der radikal-islamistischen Terror-Miliz "Islamischer Staat" (IS) und Verbreitung von IS-Propagandamaterial jeweils zwei Jahre Haft, davon acht Monate unbedingt aus. Sämtliche Urteile sind nicht rechtskräftig.