Schiffbrüchiger überlebt 24 Tage auf See mit Minimalnahrung

Nur mit einer Ketchup-Flasche, Knoblauchpulver und Suppenwürfeln hat ein Mann über drei Wochen im Karibischen Meer überlebt.
Autor: APA Chronik, 19.01.2023 um 16:07 Uhr

Eine Flasche Ketchup, etwas Knoblauchpulver und ein paar Suppenwürfeln – mehr hatte ein Schiffbrüchiger aus dem Inselstaat Dominica nicht zur Verfügung. Trotzdem überlebte der 47-jährige Mann 24 Tage im Karibischen Meer, bis er vor der Küste Kolumbiens gerettet wurde.

Nur durch Wasservorrat überlebt

Er habe das alles mit Wasser verlängert, etwas anderes habe er nicht gehabt, erzählte Elvis Francois in einem von der kolumbianischen Marine publizierten Video. Der 47-Jährige war bei Schlechtwetter im Dezember während der Reparatur eines Segelboots aufs Meer hinausgetrieben worden. "Ohne jegliche Navigationskenntnisse war er verloren und orientierungslos. Alle Bemühungen, das Schiff zu manövrieren, waren vergeblich." Ohne Mobilfunknetz liefen auch seine Anrufversuche ins Leere.

Hilfe-Signal per Spiegel

"Mir blieb nichts anderes übrig, als zu warten (...), 24 Tage lang, ohne jemanden zum Reden zu haben, ohne zu wissen, wo ich mich befand", erzählte Francois. Schließlich kam er auf die Idee, das Wort "help" (Hilfe) auf sein Boot zu schreiben. "Am 15. Jänner sah ich dann ein Flugzeug und fing an, mithilfe der Sonne und einem Spiegel Signale zu schicken", berichtete er weiter. Als das Flugzeug ein zweites Mal an ihm vorüber flog, habe er gewusst, dass die Insassen ihn entdeckt hätten. Die kolumbianische Marine konnte Francois schließlich mit Unterstützung eines Handelsschiffs retten. Rund 220 Kilometer südwestlich der kolumbianischen Hafenstadt Puerto Bolívar endete seine Odyssee. Die kolumbianische Einwanderungsbehörde will sich nun um seine rasche Rückkehr in seine Heimat Dominica kümmern.