Österreicher spenden trotz Teuerung gerne

Die Österreicher sind beim Thema Spenden sehr großzügig und geben ihr Geld gerne vor allem für Kinder und Tiere her.
Autor: APA Chronik, 17.01.2023 um 15:01 Uhr

Die Spendenbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher hat trotz Inflation nicht nachgelassen. Das ergibt eine aktuelle Online-Befragung, deren Ergebnisse das Focus-Institut am Dienstag präsentierte. Demnach hat knapp die Hälfte (45 Prozent) der österreichischen Bevölkerung im Jahr 2022 gespendet. Das entspricht dem Niveau der bis dahin letzten Erhebung aus dem Jahr 2020. Die am häufigsten gespendete Summe pro Jahr lag unverändert bei 100 Euro.

Spenden für Kinder und Tierschutz

Die Top-Drei-Themen, die Österreicherinnen und Österreicher zum Spenden mobilisieren, sind Kinder (34 Prozent), Tierschutz und Umwelt (33 Prozent) sowie Rettungsorganisationen (24 Prozent). Die Mehrheit der Spenderinnen und Spender in Österreich unterstützt ausschließlich punktuell (60 Prozent), während 17 Prozent Dauerspender sind. Fast jeder vierter Spender unterstützt sowohl punktuell als auch mit Dauerauftrag. Konkret gaben 34 Prozent der Befragten an, finanzielle Spenden zu tätigen, Sachspenden werden von rund 23 Prozent gegeben. Knapp ein Viertel der Befragten gab an, zwar finanziell oder anderweitig zu unterstützen, aber ausschließlich Personen aus ihrem Familien- und Freundeskreis. Straßenbettler werden finanziell von etwa 17 Prozent unterstützt, ehrenamtliche Arbeit leisten 14 Prozent der Befragten.

Vertrauen in Spenden

Die österreichische Gesellschaft steht dem Spenden mehrheitlich positiv gegenüber, kritische Aussagen zum Spenden fanden nur bei weniger als einem Viertel der Befragten Anklang. Im Gegensatz stimmten mehr als 50 Prozent Statements zu, die die positiven Aspekte des Spendens beleuchten. Grundsätzlich meinen die Österreicherinnen und Österreicher aber, dass man zum Thema Spenden keine pauschalen und allgemeinen Aussagen treffen könne - ob Spenden sinnvoll sei, hänge immer vom Zweck und der Spendenorganisation ab.

Die repräsentative Online-Befragung des Focus-Instituts wurde im Dezember 2022 durchgeführt. Die maximale Schwankungsbreite liegt bei plus/minus 4,4 Prozent.