Umfrage: Sind radikale Klima-Aktionen nötig?

21 Prozent der Österreicher sagen „Ja“. Mehr als 70 Prozent glauben jedoch, dass damit nichts erreicht wird.
Autor: APA Chronik, 24.11.2022 um 10:47 Uhr

Bilder mit Suppe anschütten oder sich auf einer stark befahrenen Straße festkleben – gut ein Fünftel der Österreicher befürwortet solche drastischen Aktionen von Klimaaktivisten, der Rest hält derartigen „Aktivismus“ für unnötig, zeigt eine Online-Umfrage von market.

Hohe Ablehnung bei 50-plus-Generation

72 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass man damit nichts oder nur wenig erreichen kann. Besonders groß ist die Ablehnung in der Altersgruppe 50-plus. Männer fühlen sich durch auf der Straße festgeklebte Aktivisten deutlich mehr in ihrer persönlichen Sicherheit bedroht als Frauen, zeigt die Umfrage. Am meisten Unterstützung erfahren die Klima-Aktivisten in der mittleren Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen (29 Prozent). Bei den Jüngeren äußern 26 Prozent Verständnis, bei den Älteren nur 13 Prozent.

Persönliche Sicherheit bedroht

49 Prozent der Österreicher fühlen sich durch Klebeblockaden auf Straßen persönlich gefährdet, etwa weil Rettungsfahrzeuge nicht durchkommen. Frauen (43 Prozent) sind in dieser Hinsicht deutlich unerschrockener als Männer (55 Prozent). Auch hier ist die mittlere Altersgruppe den Aktivsten am ehesten gewogen, die ältere am wenigsten.

Ist der Klimawandel noch aufzuhalten?

market hat die 1.000 online befragten über 16-Jährigen auch einschätzen lassen, ob der Klimawandel überhaupt noch aufzuhalten ist: 47 Prozent glauben, dass es ohnehin schon zu spät ist, 32 Prozent haben noch Hoffnung. Ältere, Männer und Städter sind deutlich pessimistischer als Jüngere, Frauen sowie die Landbevölkerung.

Umfrage

Radikale Klimaaktivisten

Bilder beschmieren oder sich an Straßen festkleben.

Schritt №701457

Sind derart drastische Prostestaktionen für das Klima nötig?