In Österreich geht der Fleischkonsum langsam zurück

Es geht bergab und zwar mit dem Schnitzelkonsum der Österreicher.
Autor: APA Chronik, 03.01.2023 um 09:44 Uhr

Beim Fleischkonsum der Österreicher gibt es einen Abwärtstrend. Zwei Drittel der Österreicher essen mehrmals pro Woche Fleisch oder Wurstwaren, verglichen mit 2021 ist diese Zahl rückläufig.

Die Skeptiker werden weniger

Gleichzeitig steigt der Konsum von Fleischalternativen und die Skeptiker werden weniger, ergab eine Online-Umfrage der Integral Markt- und Meinungsforschung unter 1.000 Österreicherinnen und Österreicher.

Veganuary: Der vegane Jänner

Nach der Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel stehen gute Vorsätze bei vielen Personen auf der Agenda. Nicht selten zählt dazu der Konsum von weniger Fleisch und/oder Alkohol. Der "vegane Jänner" hat mit Veganuary sogar einen Namen. Hierzulande machen Fleisch und Wurstwaren einen gewichtigen Teil bei der Nahrungsaufnahme aus.

12 Prozent essen täglich Fleisch

Zwei Drittel der Österreicher geben an, mehrmals pro Woche Fleisch oder Wurstwaren zu sich zu nehmen, mehr als jeder Zehnte (zwölf Prozent) tut dies sogar fast täglich. Insgesamt ist der Fleischkonsum jedoch rückläufig. 2021 waren es noch 17 Prozent, die fast täglich Fleisch gegessen haben. Der Anteil derer, die mehrmals pro Woche Fleisch zu sich nehmen, ist hingegen weitgehend stabil geblieben (2022: 54 Prozent, 2021: 53 Prozent).

Fleischalternativen im Aufwärtstrend

27 Prozent gaben an, in Zukunft weniger Fleisch essen zu wollen, drei Prozent gehen sogar so weit, zukünftig ganz darauf verzichten zu wollen. Fleischalternativen ausprobiert haben bereits sechs von zehn befragten Personen. Im Vergleich zu 2021 (24 Prozent) ist hier ein Aufwärtstrend erkennbar. Besonders häufig greifen die 18- bis 29-Jährigen (48 Prozent) und auch höher Gebildete (34 Prozent) zu Fleischalternativen.

Weniger Fleisch schützt das Klima

Die Reduktion des Fleischkonsums trägt auch zum Klimaschutz bei. Ein Schnitzel am Teller hat große Auswirkungen auf das Klima: Ganze 15.500 Liter Trinkwasser werden für die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch benötigt. Bei Schweinefleisch sind es laut Statistikportal "Our World in Data" 4.800 Liter, bei Geflügel etwa 3.600 Liter Wasser. Die hohe Umweltbelastung durch die Fleischproduktion lässt einen Teufelskreis entstehen. Sinkende Grundwasserspiegel und somit ein Rückgang von Trinkwasser ist nur einer von vielen Negativeffekten.