Stichwaffenangriff in Paris: Mehrere Verletzte

Mehrer Personen wurden heute morgen am Pariser Bahnhof Gare du Nord mit einer Stichwaffe attackiert. Sechs Menschen sind verletzt, einer davon schwer. Der Angreifer wurde „neutralisiert“.
Autor: APA Chronik, 11.01.2023 um 09:45 Uhr

Ein Angreifer hatte am Morgen am Pariser Bahnhof Gare du Nord sechs Menschen verletzt, einen davon laut Staatsanwaltschaft schwer. Der Sender France Info schrieb unter Verweis auf das Bahnunternehmen SNCF, dass die Attacke sich gegen 6.40 Uhr im Bahnhof ereignet habe. Der Zugverkehr lief nach Angaben des Bahnbetreibers SNCF normal, wie der Radiosender franceinfo meldete. Gare du Nord ist einer der verkehrsreichsten Bahnhöfe in Europa.

Täter wurde „neutralisiert“

Der Angreifer sei schnell "neutralisiert" worden, so der Minister weiter. Der Zugverkehr läuft inzwischen wieder normal. "Danke an die Sicherheitskräfte für ihre effiziente und mutige Reaktion“, twitterte Frankreichs Innenminister am Mittwoch nach dem Angriff. "Neutraliser" kann im Französischen unter anderem "ausschalten" oder "töten" bedeuten.  Die Polizei habe mehrfach auf den Angreifer geschossen, woraufhin dieser mit ernsten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden sei, teilte ein Polizeisprecher mit. Das Motiv war zunächst nicht bekannt. Die Polizei riegelte den Tatort ab. Unter den Verletzten sei auch ein Polizist der Grenzpolizei. Ein terroristischer Hintergrund wurde  zunächst ausgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordversuchs.

Innenminister Gerald Darmanin und Polizeichef Laurent Nunez treffen am Bahnhof ein. | Credit: JULIEN DE ROSA / AFP / picturedesk.com

Waffe war vermutlich ein Schraubenzieher

Bei der Waffe des Angreifers habe es sich nicht um ein Messer gehandelt, sondern um einen "gefährlichen Gegenstand", sagte der Minister. In lokalen Medien war von einer Art Schraubenzieher die Rede. Der Angriff habe um 6.42 Uhr vor dem Bahnhofsgebäude begonnen, sich im Inneren fortgesetzt und insgesamt etwa eine Minute gedauert. Die Polizisten hätten drei Mal geschossen. Sie seien in Zivil und auf dem Heimweg nach ihrem Dienst gewesen. Sie hätten ihre Dienstwaffe benutzt, wozu sie berechtigt seien.